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Ifo-Untersuchung: Wohnungsbau in Deutschland erholt sich nur langsam
Der Wohnungsbau kommt nur langsam aus der Krise. Experten rechnen weiter mit sinkenden Fertigstellungszahlen – und sehen Deutschland auch mittelfristig deutlich hinter dem europäischen Durchschnitt zurückfallen.
Ifo-Untersuchung: Wohnungsbau in Deutschland erholt sich nur langsam
Ifo-Untersuchung: Wohnungsbau in Deutschland erholt sich nur langsam / Foto: Reuters / Reuters
vor 16 Stunden

Nach dem Einbruch im Wohnungsbau in Deutschland infolge hoher Zinsen und Preissteigerungen dürfte sich der Sektor nach Experteneinschätzung nur schleppend erholen. Für das Jahr 2026 sei zunächst mit einem weiteren Rückgang der Fertigstellungen von neuen Wohnungen von 205.000 auf 185.000 zu rechnen, erklärte das Münchener Ifo-Institut am Freitag. Der Prognose nach steigt die Zahl im Jahr 2027 dann wieder auf 205.000 und 2028 auf 215.000 Wohnungen.

Damit würde die Zahl der neuen Wohnungen im Jahr 2028 weiterhin 15 Prozent unter dem Wert von 2024 liegen. In Deutschland erholt sich der Wohnungsbau demnach deutlich langsamer als im EU-Schnitt. „Pro 1000 Einwohner werden in Deutschland 2028 etwa 2,6 Wohnungen fertiggestellt und damit deutlich weniger als im europäischen Mittel (3,4)“, erklärten die Experten.

„Auf dem deutschen Wohnungsmarkt liegen Projektkosten und Zahlungsbereitschaft in vielen Fällen weiter deutlich auseinander“, erklärte der Ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister. „Die zahlreichen Initiativen zur Kostensenkung und Verfahrensbeschleunigung konnten bislang nicht die gewünschte Wirkung entfalten.“

QUELLE:AFP