Maaßen bezeichnet Umweltpolitiker als „Klimafanatiker“
CDU-Bundestagskandidat Maaßen hat Umweltpolitiker als „Klimafanatiker“ attackiert. Diesen sei es „egal, ob Windräder im Wald die Umwelt zerstörten“, sagte Maaßen bei einem gemeinsamen Wahlkampfauftritt mit Ex-SPD-Politiker Sarrazin.
23.09.2021, Thüringen, Suhl: Hans-Georg Maaßen (m.), CDU-Direktkandidat und Ex-Verfassungsschutz-Chef, trifft Thilo Sarrazin (r.), früheres SPD-Mitglied und Politiker, bei einer Wahlkampfveranstaltung im Saal Simson des Congress Centrum Suhl. (DPA)

Ex-Verfassungsschutzchef und CDU-Bundestagskandidat Hans-Georg Maaßen hat Umweltpolitiker als „Klimafanatiker“ angegriffen. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem aus der SPD ausgeschlossenen Ex-Politiker und Buchautor Thilo Sarrazin am Donnerstagabend in Suhl sagte Maaßen: „Wir hatten wiederholt in unserer Geschichte Fanatiker gehabt, die unsere Gesellschaft an den Rand des Ruins getrieben haben. Ich habe einfach die Angst, dass wir dieses Land wieder politischen Fanatikern - Klimafanatikern - überlassen.“ Er traf diese Aussage im Zusammenhang mit seiner Kritik an dem möglichen Bau von Windrädern im Thüringer Wald. Umweltpolitikern sei es egal, ob Windräder im Wald die Umwelt zerstörten, sagte Maaßen. Wenn es darum gehe, das Klima zu retten, könnten Wald gerodet, tonnenweise Beton im Boden versenkt oder der geschützte Rote Milan geschreddert werde. Der 58-Jährige, der vor allem wegen seiner Positionen zur Migrationspolitik als Rechtsaußen in der CDU gilt und in den eigenen Reihen umstritten ist, bewirbt sich im Südthüringer Wahlkreis 196 um ein Direktmandat bei der Bundestagswahl am Sonntag. Die Veranstaltung mit Sarrazin war ursprünglich in Meiningen angekündigt. Für die Öffentlichkeit wurde sie kurzfristig nach Suhl verlegt. In Meiningen hatten sich vor dem Veranstaltungsort einige Menschen eingefunden, die gegen Maaßens Kandidatur protestierten.

DPA