Sachsen-Anhalt: Zahl rechtsextremer Gewalttaten bleibt auf hohem Niveau
Insgesamt 156 rechtsextreme Gewalttaten hat die Mobile Opferberatung im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt registriert. Das sind ähnlich viele wie in den Jahren zuvor. Besonders besorgniserregend: der Anteil der rassistisch motivierten Gewalttaten.
Sachsen-Anhalt: Zahl rechtsextremer Gewalttaten bleibt auf hohem Niveau / Photo: DPA (DPA)

Die Mobile Opferberatung des Vereins Miteinander hat im vergangenen Jahr 156 rechtsextreme Gewalttaten in Sachsen-Anhalt registriert. Das gab die Beratungsstelle am Dienstag in ihrem Jahresbericht auf der Internetseite des Vereins bekannt.

Demnach waren 227 Menschen von den Angriffen betroffen, darunter 25 Kinder. Der Anteil rassistisch motivierter Gewalttaten sei von 47 Prozent im Jahr 2021 auf 65 Prozent im Jahr 2022 gestiegen und sei damit besorgniserregend, hieß es weiter. Bei dem größten Teil der Fälle handele es sich um Körperverletzung.

Die meisten rechten Gewalttaten ereigneten sich in Halle (48 Angriffe), gefolgt von Magdeburg (31) und dem Harz (13), so die Zahlen der Beratungsstelle.

Die Zahlen seien lediglich ein Indikator für das tatsächliche Ausmaß an rechts motivierter Gewalt und Diskriminierung in Sachsen-Anhalt. Zudem sei von einer hohen Dunkelziffer von Taten auszugehen, die weder der Polizei noch der Beratungsstelle bekannt werden.

TRT Deutsch