Der Vorstandsvorsitzender von Baykar, Ozdemir Bayraktar, (r.) ist verstorben.  (AA)

Der Vorstandsvorsitzende des türkischen Drohnenbauers Baykar, Özdemir Bayraktar, ist im Alter von 72 Jahren verstorben. Er galt als Pionier der Drohnen-Entwicklung in der Türkei. Sein Sohn und Baykar-Geschäftsführer, Haluk Bayraktar, gab den Todesfall am Montag über Twitter bekannt.

„Özdemir Bayraktar, unser Vater, unsere Quelle der Inspiration, ist heute verstorben. Er lebte ein engagiertes Leben, ohne seine Werte zu vernachlässigen“, heißt es in der Erklärung des Baykar-Geschäftsführers. Er habe zu den Menschen gehört, „die mit unnachgiebiger Entschlossenheit forschten und produzierten“.

Özdemir Bayraktar wurde 1949 im Dorf Garipçe im Istanbuler Landkreis Sarıyer geboren. Sein Vater stammte ursprünglich aus der nördlichen Schwarzmeerprovinz Trabzon. Er machte seinen Abschluss am Kabataş-Gymnasium in Istanbul.

Beteiligung an Kampfdrohnen-Entwicklung

Im Jahr 1967 begann er sein Maschinenbau-Studium an der Technischen Universität Istanbul (ITÜ), das er 1972 abschloss. Seine Masterarbeit drehte sich um das Thema Verbrennungsmotoren. Er arbeitete außerdem zwei Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter des ITÜ-Lehrstuhls für Motoren.

Danach arbeitete er als technischer Leiter zahlreicher führender Industrieunternehmen in der Türkei, darunter Burdur Traktör, Istanbul Segman und Uzel.

Schließlich beteiligte sich Bayraktar 1984 an der Gründung der Firma Baykar. Zunächst war das Ziel, einen Beitrag zu den Lokalisierungsbemühungen der Automobilindustrie zu leisten. Später spielte er eine wichtige Rolle bei Baykars Durchbruch in der Entwicklung einheimischer Drohnentechnologien. Unter anderem war er an der Konzipierung der bekannten Bayraktar TB2-Kampfdrohne beteiligt.

TRT Deutsch