Schweiz, Lausanne: Ein Arzt steht in einem Krankenhaus-Korridor mit angereihten Betten. 

Das Universitätsspital Zürich (USZ) hat in den Turnhallen des Gymnasiums Rämibühl eine medizinische Notfalleinrichtung mit 60 Betten vorbereitet. Darüber berichtete die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) am Dienstag. Demnach soll die Noteinrichtung im Bedarfsfall für Coronavirus-Patienten genutzt werden.

Bisher hätten sich 47 Hausärzte für einen Einsatz in dem Notspital bereit erklärt. Der Leiter des USZ, Gregor Zünd, sprach von einer vorbildlichen Initiative: „Diese Unterstützung wissen wir wirklich sehr zu schätzen“.

Nach Angaben der NZZ ist die Notfallklinik insbesondere für Covid-19-Patienten bestimmt, die sich nach einem schweren Krankheitsverlauf auf dem Weg der Besserung befinden - aber aus Kapazitätsgründen nicht mehr in andere Krankenhäuser oder Rehakliniken verlegt werden könnten.

Noch seien die Kapazitäten an der Universitätsklinik zwar ausreichend, weshalb die medizinische Noteinrichtung in der Turnhalle noch nicht in Betrieb sei, aber die Lage könne sich demnächst ändern.

Laut dem stellvertretenden Direktor des Instituts für Intensivmedizin, Peter Steiger, werden zunehmend auch sehr schwere Fälle von anderen Spitälern ans Universitätsspital überwiesen. Er geht davon aus, dass der Druck auf die Uniklinik noch steigen wird. „Es gibt Berechnungen, die davon ausgehen, dass wir den Peak erst Mitte Mai erreichen werden.“ Die Einrichtung des Notspitals sei eine Vorkehrung vor der großen Welle.

Im Kanton Zürich wurden bis Mittwoch insgesamt 2807 Coronavirus-Infizierte und 57 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Corona-Fälle in der Schweiz beträgt nach Angaben der John-Hopkins-Universität 23.612. Damit belegt das Land im weltweiten Vergleich den elften Rang. Bereits 926 Personen sind in der Schweiz dem Coronavirus erlegen.

TRT Deutsch