US-Wahl: Ersten Wahllokale im Osten der USA geöffnet

In den USA haben die ersten Wahllokale für die Präsidentenwahl geöffnet. Nachdem in zwei kleinen Orten bereits um Mitternacht (Ortszeit) abgestimmt worden war, machten im Osten der Vereinigten Staaten nun auch die Wahllokale in größeren Städten und Kommunen auf. Um 6.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MEZ) öffneten sie zum Beispiel in New York, New Jersey und Connecticut. Vor einigen Lokalen bildeten sich lange Schlangen.

Die Entscheidung fällt zwischen Amtsinhaber Donald Trump, der für die Republikaner antritt, und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. In Ohio und North Carolina, die zu den umkämpften Bundesstaaten („Swing States“) gehören, dürfen die Wähler seit 6.30 Uhr (12.30 Uhr MEZ) an die Wahlurnen. In Florida, Pennsylvania und Michigan - wo ebenfalls mit Spannung erwartet wird, wer das Rennen macht - öffneten viele Wahllokale um 7.00 Uhr (13.00 MEZ).

Weil sich die USA über mehrere Zeitzonen erstrecken, zieht sich die Öffnung der Wahllokale über mehrere Stunden. Nach dem Osten folgen die Staaten im Zentrum des Landes. Im Westküstenstaat Kalifornien kann man von 7.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) an die Stimme abgeben. Hawaii und Alaska sind die Schlusslichter: Hier können die Wähler bis um 6.00 Uhr (MEZ) am Mittwoch abstimmen, auf den Aleuten noch eine Stunde länger.

Viele Wähler haben aber schon gewählt. Fast 100 Millionen US-Bürger stimmten per Brief oder in vorab geöffneten Wahllokalen ab, wie das „U.S. Elections Project“ berichtete. Das entspricht rund 70 Prozent der 2016 bei der Präsidentenwahl abgegebenen Stimmen.

141.000 stimmberechtigte US-Bürger leben in Deutschland

In Deutschland leben mehr als 141.000 Menschen, die in den Vereinigten Staaten wahlberechtigt sind. Mindestens ein knappes Drittel von ihnen habe zusätzlich auch die deutsche Staatsbürgerschaft, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit. In den USA wird am Dienstag ein neuer Präsident gewählt. Die Zahl der in Deutschland lebenden wahlberechtigten US-Bürger ist damit seit der Präsidentschaftswahl 2016 leicht gestiegen. Damals waren es 140.000 Menschen, 2012 waren es erst 104.000. Fast 70 Prozent der in Deutschland lebenden US-Wahlberechtigten sind Eingewanderte der ersten Generation, eine knappe Mehrheit von 58 Prozent ist männlich. In Deutschland stationierte US-amerikanische Soldaten und Diplomaten sowie deren Angehörige sind hierzulande nicht meldepflichtig und werden damit von der Statistik nicht erfasst.

Agenturen