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Proteste im Iran: Zahl der Todesopfer auf 65 gestiegen
Seit fast zwei Wochen demonstrieren Menschen im Iran gegen die Inflation und den drastischen Wertverlust der Währung. Nach Angaben von Menschenrechtlern kamen dabei mindestens 65 Menschen ums Leben.
Proteste im Iran: Zahl der Todesopfer auf 65 gestiegen
Proteste im Iran: Zahl der Todesopfer auf 65 gestiegen / Foto: Reuters / Reuters
vor 19 Stunden

Im Iran ist die Zahl der Todesopfer bei den Protesten gegen die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes auf 65 gestiegen. Das berichtete am Samstag die Organisation Iran Human Rights Activists News Agency (HRANA). Die Demonstrationen dauern demnach seit 13 Tagen an und haben mittlerweile weite Teile des Landes erfasst.

Nach Angaben der in den USA ansässigen Organisation fanden Proteste an 512 Orten in 180 Städten in allen 31 iranischen Provinzen statt. Dabei seien 50 Demonstrierende, 14 Sicherheitskräfte sowie eine Person aus Regierungskreisen ums Leben gekommen. Zudem seien Dutzende Menschen verletzt und 2311 Personen festgenommen worden.

Die Verletzungen seien überwiegend durch Schrotladungen und Plastikgeschosse verursacht worden, heißt es weiter in dem Bericht. Eine offizielle Stellungnahme der iranischen Behörden zu Toten oder Verletzten liegt bislang nicht vor.

Auslöser der Proteste sind nach Angaben von HRANA der starke Wertverlust der iranischen Landeswährung Rial sowie die sich weiter verschlechternde wirtschaftliche Lage in dem Land. Die Demonstrationen begannen am 28. Dezember in der Nähe des Großen Basars von Teheran und breiteten sich anschließend auf zahlreiche weitere Städte aus.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, der Iran stehe vor „großen Problemen“. Die USA würden die Lage genau beobachten und warnten die iranischen Behörden vor dem Einsatz tödlicher Gewalt. Teheran wiederum wirft den USA und Israel vor, die Unruhen anzufachen, und kündigte ein hartes Vorgehen gegen sogenannte Saboteure an.

QUELLE:TRT Deutsch