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Warnstreiks bei Straßenaufsicht - Tunnel werden gesperrt
Autofahrer aufgepasst: Tunnelsperrungen mit Umleitungen und Staus sind am Dienstag zu erwarten. Warum Verdi jetzt bundesweit zu Warnstreiks aufruft.
Warnstreiks bei Straßenaufsicht - Tunnel werden gesperrt
Das Logo der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist auf einer Trillerpfeife zu sehen. / Foto: dpa / DPA
vor 2 Stunden

Autofahrer müssen am Dienstag auf Fernstraßen in einigen Teilen der Republik mit Behinderungen rechnen. Grund sind Warnstreiks im Tarifkonflikt bei der Autobahn GmbH des Bundes sowie des öffentlichen Dienstes. Ein Schwerpunkt der Aktionen ist Nordrhein-Westfalen, dort werden am Dienstagnachmittag alle 28 Tunnelleitzentralen des Landes bestreikt, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Sonntag ankündigte. Die Tunnel müssten während der Warnstreiks gesperrt werden.

Von den Arbeitsniederlegungen sind Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen betroffen. Verdi rief „zu gemeinsamen Warnstreiks in zwei großen Tarifrunden“ auf. Der Aufruf gilt rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH sowie mehreren Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen.

Verdi mit Verlauf der Tarifrunde unzufrieden

Anlass sei der „jeweils zähe bis inakzeptable Verlauf“ der Tarifrunden zur Autobahn GmbH und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, hieß es. Verdi fordert in beiden Tarifrunden sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen.

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle sagte, jeden Tag kümmerten sich Abertausende Beschäftigte um einen möglichst reibungslosen Verkehr auf Straßen, Brücken und in Tunneln. „Und sie wollen mit diesem gemeinsamen Streiktag zeigen, dass ihre Arbeit besser bezahlt gehört.“

Warnstreiks an 18 Standorten

Warnstreiks seien an 18 Standorten bundesweit geplant, teilte Verdi mit. Es werde am Dienstag Aktionen und Arbeitsniederlegungen in Niederlassungen und Außenstellen der Autobahn GmbH geben, etwa in Nürnberg, Rostock, Stuttgart, Hannover, Montabaur, Hamm, Gelsenkirchen, Köln, Kiel, Hamburg und Berlin.

Auf der Landesebene soll unter anderem in Straßenmeistereien sowie in Verkehrs- und Tunnelleitzentralen die Arbeit niedergelegt werden, außer in Nordrhein-Westfalen auch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

QUELLE:DPA