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Krieg gegen den Iran: Österreich verlegt Botschaft von Teheran nach Baku
Nach der Ankündigung aus Italien und Spanien will nun auch Österreich seine Botschaft in Teheran vorübergehend schließen. Grund dafür sind die tödlichen Angriffe der USA und Israels auf die iranische Hauptstadt, die unvermindert fortgesetzt werden.
Krieg gegen den Iran: Österreich verlegt Botschaft von Teheran nach Baku
Krieg gegen den Iran: Österreich verlegt Botschaft von Teheran nach Baku / Foto: Vahid Salemi/AP/dpa / DPA
vor einem Tag

Wegen des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran hat Österreich seine Botschaft in Teheran vorübergehend in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku verlegt. „Der Konsularbetrieb ist bis auf weiteres eingestellt“, hieß es am Samstag aus dem Außenministerium in Wien.

Seit rund einer Woche dauern die US‑israelischen Angriffe auf den Iran unvermindert an. Die österreichische Regierung hatte in den vergangenen Tagen vier Rückholflüge mit insgesamt mehr als 800 Menschen an Bord organisiert.

Am Donnerstag hatte bereits Italien angekündigt, seine Botschaft in Teheran zu schließen und die Mitarbeiter nach Baku zu verlegen. Auch Spanien schloss am Samstag seine Botschaft in Teheran. Die Evakuierung der diplomatischen Vertretung sei abgeschlossen worden, schrieb Außenminister José Manuel Albares im Onlinedienst X. Der Botschafter und die letzten Mitarbeiter, die sich noch in Teheran befanden, seien nach Aserbaidschan ausgereist.

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Tasnim töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.332 Menschen im Iran. Hunderte wurden demnach verletzt.

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher insgesamt 28 Tote und Dutzende Verletzte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen