Trotz Dementi aus dem Iran spricht US-Präsident Donald Trump weiterhin von einem möglichen Ziel einer Atombombe des Landes. Er werde dies „niemals zulassen“, sagte er in seiner Rede zur Lage der Nation vor beiden Kammern des US-Parlaments. „Wir befinden uns in Verhandlungen mit ihnen. Sie wollen einen Deal machen.“
Allerdings habe er noch keine Zusage der iranischen Regierung erhalten, auf Atomwaffen zu verzichten, sagte Trump.
Der Iran beteuert allerding seit Jahren, dass sein Atomprogramm nur zivilen Zwecken dient. Dafür spricht auch eine frühere Fatwa des geistlichen Führers Ali Chamenei, worin Massenvernichtungswaffen als unvereinbar mit dem Islam bewertet werden. Das Land will nicht auf sein Recht auf die Anreicherung von Uran verzichten. Für den Bau von Atombomben wird hoch angereicherter Uran benötigt.
Die USA und der Iran verhandeln derzeit über das iranische Atomprogramm – doch greifbare Fortschritte scheint es bislang nicht zu geben. Im Raum steht auch die Möglichkeit, dass Trump erneut zu einem völkerrechtswidrigen Angriff auf die rechtmäßige Führung in Teheran ausholt. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region zuletzt massiv ausgebaut.
Der Golfstaat Oman vermittelt zwischen beiden Parteien, die jüngsten Gespräche fanden in Genf statt. Am Donnerstag wollen Trumps Unterhändler dort US-Regierungskreisen zufolge erneut mit iranischen Abgesandten verhandeln.
Neben den USA erwägen auch Stimmen aus Israel einen Angriff gegen den Iran. Bereits am 13. Juni vergangenen Jahres hatte Israels Regierung einen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Neben Atom- und Militäranlagen wurden auch Wohngebiete in der Hauptstadt Teheran angegriffen. Es folgten Angriffe der USA auf drei zentrale Atomanlagen im Untergrund. Am 24. Juni 2025 wurde vonseiten der USA eine Waffenruhe angekündigt, die am Folgetag in Kraft trat.
Offiziellen iranischen Angaben zufolge wurden bei dem 12-tägigen Krieg Israels und der USA 935 Menschen getötet. Nach Zahlen der Gerichtsmedizin seien unter den Toten auch 38 Kinder und 132 Frauen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Justizsprecher Ende Juni. Die Zahl der Verletzten wurde vom Gesundheitsministerium mit 4.870 angegeben.

















