Während der jüngsten Kältewelle sind in Wien zwei Obdachlose erfroren. Die beiden Männer seien von Streetwork-Teams der Caritas gefunden worden, teilte die Hilfsorganisation am Donnerstag mit. Einer der Männer wurde demnach am Sonntag in einem Park der österreichischen Hauptstadt leblos aufgefunden, herbeigerufene Rettungskräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen. Bereits einen Tag zuvor war ein Obdachloser in lebensgefährlichem Zustand auf der Straße entdeckt worden, er starb im Krankenhaus.
Die Caritas appellierte an die Bürger, bei jedem Verdacht auf Hilfebedürftigkeit eines Obdachlosen das Kältetelefon zu nutzen. Es habe in den vergangenen Wochen mehrfach gefährliche Situationen gegeben. Allein in Wien seien bereits mehr als 8000 Anrufe bei der Caritas über wegen der Kälte hilfsbedürftige Obdachlose eingegangen.
In Österreich wurden seit 2010 pro Jahr im Schnitt 63 Todesfälle durch Unterkühlung oder Kälteeinwirkung registriert. Diese Statistik umfasst sowohl erfrorene Obdachlose als auch Todesfälle bei Bergunglücken.
In Wien bleibt es weiterhin bitterkalt, auch in der kommenden Woche werden Höchstwerte um den Gefrierpunkt erwartet. Bereits Temperaturen um null Grad können für obdachlose Menschen lebensgefährlich sein, warnte Caritas-Wien-Generalsekretär Klaus Schwertner.


















