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Moskau kritisiert Entsendung von Soldaten aus Nato-Ländern nach Grönland
Nach Trumps Grönland-Drohungen haben mehrere Nato-Staaten angekündigt, Soldaten nach Grönland zu schicken. Russland wirft dem Bündnis vor, die Lage zu instrumentalisieren.
Moskau kritisiert Entsendung von Soldaten aus Nato-Ländern nach Grönland
Nato-Übung in Kangerlussuaq, Grönland, 17.09.2025 / Foto: Ebrahim Noroozi/AP
15. Januar 2026

Russland hat die Entsendung von Soldaten aus Deutschland und anderen Nato-Ländern nach Grönland kritisiert. Die Militärmission auf der Arktik-Insel „bereitet uns große Sorge“, erklärte die russische Botschaft in Brüssel, wo sich der Sitz der Nato befindet, am späten Mittwochabend. Die Nato verstärke ihre militärische Präsenz in der Region „unter dem falschen Vorwand einer wachsenden Bedrohung durch Moskau und Peking“. 

Die russische Botschaft warf der Nato vor, die Erklärungen der USA zu Grönland „zu nutzen, um ihre antirussische und antichinesische Agenda voranzutreiben“. Die Arktis müsse „ein Gebiet des Friedens, des Dialogs und der fairen Zusammenarbeit bleiben“.

Vor dem Hintergrund der US-Drohung, Grönland zu übernehmen, haben Deutschland, Frankreich, Schweden und Norwegen angekündigt, Soldaten auf die Arktis-Insel zu entsenden. Die Bundeswehr will 13 Soldaten für diese Erkundungsmission auf die Insel schicken, die im Rahmen der von Dänemark organisierten Übung „Arctic Endurance“ vor Ort sein sollen. 15 französische Soldaten trafen nach Angaben aus Paris bereits in der grönländischen Hauptstadt Nuuk ein. 

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, Grönland unter Kontrolle bringen zu wollen. Er schloss dabei auch militärische Mittel nicht aus. Er begründete die Pläne mit Sicherheitsinteressen in der Arktis und verwies auf zunehmende Aktivitäten Chinas und Russlands in der Region.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen