Am Sonntag haben Freunde und Verwandte von Hamit Paksoy vor der Polizeiwache in Wuppertal an die Tötung des 44-Jährigen erinnert.

Im Februar 2018 hatte eine 30-köpfige Polizeieinheit die Wohnung des Türkeistämmigen gestürmt und ihn erschossen - obwohl er unbewaffnet war. Dennoch wurde bis heute kein einziger Polizeibeamter wegen der Sache belangt.

An der Kundgebung nahmen auch die Ehefrau Agnes Paksoy und die beiden Kinder teil. Tochter Maviş Paksoy erklärte unter Tränen, sie habe seit dem Vorfall sehr schwere Tage durchmachen müssen. Organisiert wurde die Kundgebung von dem Wuppertaler Verein „Türkei-Verliebte“. Der Vorsitzende Murat Güneş erklärte: „Das Gericht wollte den Vorfall schließen, aber dagegen wurde protestiert und der Fall wird vor dem Obersten Gerichtshof fortgesetzt.“ Man werde nicht akzeptieren, dass ein „türkischer Bürger abgeschlachtet wird“ und man dann so weiter macht, als wäre nichts gewesen.

Güneş erinnerte daran, dass bei der Hausdurchsuchung keine Hinweise auf kriminelle Machenschaften gefunden worden seien. Zudem sei kein einziger Polizist zur Rechenschaft gezogen worden. „Was ist mit den Menschenrechten? Was ist das für eine Justiz?"

Hamit Paksoy war ehemaliges Mitglied der Rockergruppe „Osmanen Germania“. Gegen ihn lag der Staatsanwaltschaft Wuppertal im Februar 2018 ein Haftbefehl wegen versuchten Mordanschlags vor.


TRT Deutsch und Agenturen