Mehrere Staaten, darunter Deutschland, haben Israel davor gewarnt, eine großangelegte Bodeninvasion im Libanon zu starten. Eine solche Invasion „hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen“, teilten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs in einer Erklärung mit. „Dies gilt es abzuwenden. Die humanitäre Lage in Libanon einschließlich der anhaltenden Massenvertreibung ist bereits äußerst alarmierend.“
Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in der Erklärung die Entscheidung der Hisbollah, sich Irans Gegenschlägen im US-israelischen Angriffskrieg anzuschließen. Man sei zutiefst besorgt über die eskalierende Gewalt im Libanon und rufe Israel und den Libanon zu konstruktiven Bemühungen um eine nachhaltige politische Lösung auf, hieß es in der Erklärung weiter. „Wir stehen solidarisch an der Seite der Regierung und Bevölkerung Libanons, die gegen ihren Willen in den Konflikt hineingezogen wurden.“
Seit Beginn des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Ende Februar ist auch der schwelende Konflikt zwischen Israel und Hisbollah im Libanon wieder eskaliert.
Bisher seien rund 1.050.000 Vertriebene registriert worden, teilte die libanesische Katastrophenschutzeinheit der Regierung am Montag in Beirut mit. Rund 130.000 Personen seien in Notunterkünften untergekommen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass mehr als 880 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. Darunter seien auch 111 Minderjährige und 67 Frauen.
















