TÜRKİYE
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Erdoğan warnt: Israels Vorgehen treibt Region in Katastrophe
Gaza, Jemen, Libanon, Iran: Der türkische Präsident kritisiert Israels Aggressionen im Nahen Osten scharf. Erdoğan warnt vor einer wachsenden humanitären Krise – mit zunehmenden zivilen Opfern und massiven Zwangsvertreibungen.
Erdoğan warnt: Israels Vorgehen treibt Region in Katastrophe
Foto: Murat Kula/AA
vor 2 Stunden

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Israel vorgeworfen, den Nahen Osten zunehmend in eine Katastrophe zu stürzen. Die israelische Regierung handle mit einem „Gefühl der Überlegenheit“ und weite ihre militärischen Aggressionen in der Region stetig aus, sagte Erdoğan am Dienstag in Ankara.

Bei einem Iftar-Empfang mit Journalisten und Schriftstellern erklärte Erdoğan, die israelischen Angriffe – von Gaza über den Jemen und den Libanon bis hin zum Iran – gingen weit über angebliche Sicherheitsbedenken hinaus und drohten, die Region weiter zu destabilisieren.

Israel werde von einem „Netzwerk“ geleitet, das sich anderen überlegen fühle und die Region Schritt für Schritt in eine Katastrophe führe, so Erdoğan. Zugleich prangerte er die dramatische humanitäre Lage an: Unschuldige Kinder würden selbst während des Schulunterrichts brutal getötet und Menschen müssten ihre seit Jahrhunderten bewohnten Heimatorte verlassen.

Scharfe Kritik äußerte Erdoğan auch an den Einschränkungen Israels beim Zugang zur Al-Aqsa-Moschee  – der drittheiligsten Stätte im Islam. Al-Aqsa sei seit über zwei Wochen für Gläubige unzugänglich, was eine Verletzung religiöser Rechte darstelle und die ohnehin angespannte Lage weiter verschärfe.

Erdoğan wies zudem auf die zunehmende Zahl ziviler Opfer und die massiven Zwangsvertreibungen in den Konfliktgebieten hin. Türkiye habe in den vergangenen Monaten ihre Kritik an Israels militärischen Aggressionen deutlich verschärft und positioniere sich zunehmend als warnende Stimme in der Region.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen