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Um Gefahren oder Störungen durch Drohnen abzuwehren, will die Bundespolizei an 14 internationalen Flughäfen in Deutschland stationäre Drohnen-Abwehrsysteme installieren. Wie das Bundesverkehrsministerium dem Abgeordneten Andrej Hunko (Linke) weiter mitteilte, sind an einer Konzeptstudie für entsprechende Systeme die auf Radarsysteme spezialisierte Rüstungsfirma Hensoldt, die von Hensoldt 2017 übernommene EuroAvionics und die Universität der Bundeswehr in Hamburg beteiligt. Im Projekt „Falke“ soll herausgefunden werden, wie kleine Drohnen erkannt, identifiziert und abgewehrt werden können. Dahinter steht auch die Frage, wie ein solches System in das Netz von Sicherheitsbehörden, Flughafenbetreibern und Flugsicherung so eingebaut werden kann, dass die schädlichen Auswirkungen auf den Flugverkehr gering bleiben. Hunko kritisierte die Planungen. Er sagte: „Es ist richtig, die Flughäfen mit Systemen zur Erkennung von Drohnen auszustatten“. Deren Abschuss mit Laserwaffen oder Störgeräten sei dagegen unnötig. Es sei ausreichend, wenn die Bundespolizei in die Lage versetzt werde, die Drohnen-Piloten zu orten und anschließend die Strafverfolgung einzuleiten. Eine Methode, die Störenfriede vom Himmel zu holen, die in der Umgebung von Flughäfen eigentlich gar nicht aufsteigen dürften, sind Abfangdrohnen, die mit einer Art Fangnetz ausgestattet sind. Andere Anlagen arbeiten mit Störsignalen. Die Bundesregierung hatte im Januar mitgeteilt, sie strebe nach den Vorgaben des europäischen Rechts die Einrichtung eines Registrierungssystems für Betreiber unbemannter Fluggeräte an. Nach Angaben der Regierung veranschlagt die Bundespolizei für ein stationäres Anti-Drohnen-System einmalige Kosten in Höhe von rund 30 Millionen Euro pro Flughafen. Ein mobiles System wurde demnach mit Kosten von 13 Millionen Euro pro Jahr bewertet.

DPA