Die Zölle von US-Präsident Donald Trump und die Schwäche in China machen Deutschlands Autobauern zu schaffen. Volkswagen und Mercedes-Benz meldeten für die beiden wichtigen Märkte einen Absatzeinbruch, der auch durch Zuwächse in anderen Regionen nicht ausgeglichen werden konnte. Bei Volkswagen gingen die Verkäufe um 0,5 Prozent zurück und lagen erstmals seit den Corona-Jahren 2021 und 2022 wieder unter der Marke von neun Millionen Fahrzeugen. Vertriebschef Marco Schubert sprach von einer soliden Leistung bei sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen.
Mercedes-Benz meldete im Hauptgeschäft einen Rückgang um neun Prozent auf 1,8 Millionen Fahrzeuge. Die Marke mit dem Stern leidet stärker als der Erzrivale BMW unter dem widrigen Umfeld weltweit. Die Münchner festigten ihre Position als weltweit führender Hersteller im Premiumsegment trotz eines leichten Absatzrückgangs auf 2,17 Millionen Fahrzeuge der Kernmarke.
Sowohl Volkswagen als auch Mercedes verzeichneten jeweils ein deutliches Minus in China. Volkswagen verkaufte hier 2025 mit 2,7 Millionen Autos acht Prozent weniger als im Vorjahr. Das Unternehmen leidet dabei insbesondere unter dem harten Wettbewerb bei Elektroautos, wo eine Vielzahl chinesischer Hersteller mit niedrigen Preisen um die Kunden werben. Die Wolfsburger hatten den chinesischen Markt jahrelang dominiert, sind inzwischen aber nur noch der drittgrößte Autobauer in der Volksrepublik hinter BYD und Geely. VW-Konzernchef Oliver Blume setzt unter anderem auf eine Kooperation mit dem Elektroautospezialisten Xpeng, um wieder Anschluss zu finden. Im laufenden Jahr sollen mehr als 20 neue Modelle die Wende bringen.
Mercedes verkaufte sogar 19 Prozent weniger Autos in der Volksrepublik. Das Unternehmen selbst sprach vom harten Wettbewerb. Dazu kommt in der Preisklasse aber auch die hartnäckige Krise auf dem Immobilienmarkt, welche wohlhabenden Käufern die Lust auf ein Luxusauto verleidet.
Auch in den USA ging es für die beiden Hersteller abwärts. Bei Volkswagen schrumpfte der Absatz um 10,4 Prozent, bei Mercedes wurden sogar zwölf Prozent weniger Autos an die Händler übergeben. Hier spielen zum einen die Zölle eine Rolle, die Importe verteuern. Volkswagen und Mercedes verfügen zwar über Werke in den USA, sind aber für viele wichtige Modelle weiter auf Importe angewiesen. Zum anderen macht sich der Wegfall der Elektro-Förderung bemerkbar. Trump ließ Steuergutschriften Ende September auslaufen. Im vierten Quartal setzte Volkswagen etwa nur noch 3200 Elektroautos in den USA ab, das sind fast drei Viertel weniger als im Vorjahr.





















