Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Israels Anerkennung der Republik Somaliland als „inakzeptabel“ kritisiert. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wolle „das Horn von Afrika in die Instabilität drängen“, sagte Erdoğan am Dienstag bei einem Treffen mit Somalias Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud in Istanbul. Mohamud attestierte Israel eine „aggressive Haltung“ und bedankte sich bei Türkiye sowie allen weiteren Ländern und Organisationen, die Somalia ihre Unterstützung zugesichert haben.
Türkiye werde Somalias territoriale Integrität und politische Einheit weiterhin unterstützen und an der Seite des somalischen Volkes stehen, betonte Erdoğan.
Israel hatte vor wenigen Tagen die Region Somaliland im Norden des muslimischen ostafrikanischen Staats Somalia als weltweit erstes Land als souveränen Staat anerkannt. Das Vorgehen wurde von mehreren Staaten scharf verurteilt.
Türkiye zählt zu Somalias wichtigsten Sicherheits- und Entwicklungspartnern. Sie unterhält in Mogadischu eine große Botschaft und einen zentralen Militärstützpunkt und ist über Konzessionen am Betrieb von Flughafen und Hafen der Hauptstadt beteiligt. Ankara investiert in Infrastruktur, Gesundheitswesen und Bildung und leistet umfangreiche humanitäre Hilfe. Türkische Streitkräfte bilden somalische Soldaten und Polizisten aus.
Ein im Februar 2024 geschlossenes Verteidigungs- und Wirtschaftsabkommen räumt Türkiye zudem eine führende Rolle beim Aufbau und Schutz der somalischen Marine ein.




















