Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beginnt am Montag einen zweitägigen Besuch im Libanon. Er wird in Beirut voraussichtlich vom libanesischen Präsidenten Joseph Aoun empfangen werden. Vorgesehen sind zudem Gespräche mit Ministerpräsident Nawaf Salam und mit Parlamentspräsident Nabih Berri. Am Mittwoch will Steinmeier die Reise in den Nahen Osten dann in Jordanien fortsetzen. Er wird von seiner Frau Elke Büdenbender begleitet.
Steinmeier besucht die zwei arabischen Nachbarländer Israels in einer Phase, in der im Gaza-Krieg eine fragile Waffenruhe herrscht. Auch die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon ist alles andere als stabil. Kurz vor Steinmeiers Besuch griff die israelische Armee erneut den Süden des Landes an. Diese Konflikte dürften das zentrale Thema der Reise werden.
Mit seinem Besuch will Steinmeier nach Angaben des Bundespräsidialamts beiden Ländern signalisieren, „dass Deutschland an ihrer Seite steht und ihre Bemühungen um Stabilität unterstützt“. Ein stabiles, sicheres Umfeld in der Region sei angeblich auch im Interesse Israels, heißt es in Berlin. Dazu wolle Deutschland seinen Beitrag leisten.
Besuch der Fregatte „Sachsen-Anhalt“ im Hafen von Beirut
Im Libanon besteht dieser Beitrag unter anderem aus der Unterstützung der UN-Friedenstruppe Unifil. Deutschland beteiligt sich daran mit der Fregatte „Sachsen-Anhalt“, die in Kürze von der „Nordrhein-Westfalen“ abgelöst wird. Steinmeier wird sich auf dem Kriegsschiff über den Einsatz unterrichten lassen.
Die Marine hilft im Rahmen der UN-Mission im Seegebiet vor dem Libanon, Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel zu verhindern. Außerdem beteiligt sie sich an der Ausbildung der libanesischen Marine.




















