Türkiye bewegt sich laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im aktuellen Nahost-Konflikt mit großer Vorsicht und Besonnenheit. Das erklärte Erdoğan mit Bezug auf den Iran-Krieg nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Ankara. Zugleich werde an Prinzipien wie Brüderlichkeit und guten nachbarschaftlichen Beziehungen festgehalten, fügte er hinzu.
Man werde nicht in „Fallen tappen, die uns gestellt werden“, betonte Erdoğan und unterstrich die Entschlossenheit von Türkiye, sich vom eskalierenden Konflikt herauszuhalten.
Seit 25 Tagen führe Israel einen Angriffskrieg, jedoch trage die gesamte Welt die Konsequenzen, kritisierte Erdoğan. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu führe diesen völkerrechtswidrigen Krieg, um sein eigenes politisches Überleben zu sichern. Die Kosten dafür würden jedoch von acht Milliarden Menschen getragen.
Das von Netanjahu angeführte „Massaker-Netzwerk“ müsse unverzüglich gestoppt werden – im Interesse des Friedens in der Region und der Menschheit, forderte der türkische Staatschef. Alle Staaten seien aufgerufen, eine mutige und proaktive Haltung einzunehmen. Israels radikale Politik dürfe die Diplomatie nicht untergraben, warnte er.
USA legen dem Iran Plan für Kriegsende vor
Laut Medienberichten hat die US-Regierung der iranischen Regierung einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieges vorgelegt. Der Vorschlag sei Teheran über die pakistanische Regierung übermittelt worden, die sich als Vermittler angeboten habe, berichtete die „New York Times“ am Dienstag unter Berufung auf zwei anonyme Beamte. Der Plan sieht demnach strikte Beschränkungen für Teherans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor.
Schon länger behauptet US-Präsident Donald Trump, Gespräche mit dem Iran zu führen. Am Dienstag (Ortszeit) berichtete Trump erneut von angeblich laufenden Verhandlungen mit Teheran. Die Gespräche fänden „genau jetzt“ statt, sagte er im Weißen Haus. Daran seien Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio beteiligt sowie Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner. Die iranische Führung dementiert jedoch, dass es solche Gespräche mit den USA über ein mögliches Kriegsende gibt.
US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.500 Menschen im Iran. Mehr als 18.550 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 120 Tote und Tausende Verletzte.
















