Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat sich offen für die Beteiligung seines Landes an Friedenstruppen für die Palästinensergebiete gezeigt. Wenn sich die Gelegenheit biete, werde er dem Parlament in Madrid vorschlagen, „Friedenstruppen nach Palästina zu schicken, sobald wir sehen, wie wir die Befriedungsbemühungen voranbringen können“, sagte Sánchez am Donnerstag in Madrid.
Sánchez äußerte sich bei einem Treffen spanischer Botschafter in der Hauptstadt. Weiter sagte er: „Selbstverständlich haben wir Palästina und den Gazastreifen nicht vergessen.“ Spanien müsse sich „aktiv am Wiederaufbau der Hoffnung in Palästina“ beteiligen. Die Lage im Gazastreifen sei „unerträglich“.
Die spanische Regierung gehört in der EU zu den kritischsten Ländern gegenüber Israel. Sánchez hatte die Möglichkeit der Entsendung spanischer Soldaten bereits im Oktober angedeutet – kurz nach Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und der palästinensischen Organisation Hamas. Spanien könne sich beim weiteren Friedensprozess für den Gazastreifen nicht nur eine Rolle beim Wiederaufbau, sondern auch bei einer möglichen internationalen Mission vorstellen, sagte er damals.
Sánchez äußerte sich am Donnerstag auch zu einer möglichen Beteiligung Spaniens an einer Friedensmission in der Ukraine. Im Falle eines Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine sei Madrid bereit, Soldaten in die Ukraine zu entsenden.















