Spanien hat etwa 100 seiner im Irak stationierten NATO-Soldaten auf den Luftwaffenstützpunkt Incirlik bei Adana im Süden von Türkiye verlegt. Sie seien aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage vor Ort ausgeflogen worden, sagte die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles am Donnerstag. Spanien hatte bereits zuvor 150 Soldaten und ein Patriot-Luftabwehrsystem auf dem Stützpunkt Incirlik stationiert, der auch von der NATO genutzt wird.
Es sollen noch rund 200 Soldaten aus dem Irak nach Türkiye verlegt werden, wie die Nachrichtenagentur EFE Robles zitierte. Die Evakuierung der Soldaten gestalte sich aber „sehr kompliziert“, sagte Robles und verwies auf Raketenbeschuss in der Nähe des Stützpunkts im Irak. Die spanischen Soldaten waren im Rahmen des Anti-Daesch-Kampfes und der NATO-Mission (NMI) im Irak im Einsatz.
Die Evakuierungsmaßnahmen würden unter anderem von US-amerikanischen und deutschen Flugzeugen unterstützt, sagte Robles. Spanien halte zudem drei eigene Maschinen in der Region bereit, um bei Gelegenheit weitere Soldaten auszufliegen. „Es ist nicht einfach, es gibt Kreuzfeuer“, so die Ministerin.
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.444 Menschen im Iran. Mehr als 18.550 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 109 Tote und Tausende Verletzte.



















