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Wadephul hält Umsturz im Iran für „nicht realistisch“
Können die völkerrechtswidrigen Angriffe der USA und Israels einen Umsturz im Iran herbeiführen? Bundesaußenminister Wadephul verneint und spricht von einer „hypothetischen Idee“.
Wadephul hält Umsturz im Iran für „nicht realistisch“
Teheran, Iran, 06.03.2025 / Foto: Fatemeh Bahrami/AA
vor 8 Stunden

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält einen Umsturz im Iran für „nicht realistisch“. Dies sagte er am Dienstagabend nach Angaben des „Tagesspiegel“ auf einer Konferenz in Berlin. „Ich glaube nicht, dass das passiert.“

Wadephul verwies auf der Konferenz „Europe 2026", die von den Zeitungen „Die Zeit“, „Handelsblatt“, „Tagesspiegel“ und „Wirtschaftswoche“ organisiert wurde, auf seine jüngsten Gespräche mit US-Außenminister Marco Rubio. Dieser habe ihm gesagt, Ziel der Angriffe sei die Zerstörung der iranischen Atom- und Raketenprogramme, um die davon ausgehende „Gefahr“ für Israel zu beseitigen.

„Es wird im Iran keine militärische Lösung geben“, sagte Wadephul. „Und einen kontrollierten Regimewechsel hinzubekommen, ist aus meiner Sicht eine hypothetische Idee.“

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.444 Menschen im Iran. Mehr als 18.550 Menschen wurden demnach verletzt. 

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 78 Tote und Hunderte Verletzte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen