Rechtsextreme Ideologien gewinnen in Deutschland laut der Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zunehmend an Boden. Demnach weist jeder fünfte Deutsche, der sich selbst der gesellschaftlichen Mitte zuordnet, Aussagen aus rechtsextremen Ideologien nicht mehr eindeutig zurück.
Die Studie zeigt einen besonders hervorstechenden Trend bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 34 Jahren: 12,5 Prozent unterstützen demnach offen fremdenfeindliche Positionen. Das sind mehr als doppelt so viele wie in der Gruppe der 35- bis 64-Jährigen (5,9 %) und fast doppelt so viele wie unter den über 65-Jährigen (6,5 %).
Experten führen den Rechtsruck unter anderem auf politischen Frust, das Gefühl der Nichtbeachtung durch Eliten und die Wirkung rechtspopulistischer Inhalte in sozialen Medien zurück.
Rechtsextremistische Sichtweisen würden stärker als in den Vorjahren in der Mitte der Gesellschaft geteilt, sagte Studienautor Andreas Zick der Nachrichtenagentur Anadolu.
„Wir sehen statistisch, dass Menschen, die der Demokratie misstrauen, empfänglicher für antidemokratische Angebote sind“, erklärt Beate Küpper, ebenfalls Autorin der Mitte-Studie. Das sei ein Warnsignal. Die Forscher fanden zudem heraus, dass Vorurteile, Stereotypen und Diskriminierung gegenüber Migranten zunehmen.















