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Bundeswehr übt das Abwerfen von Flugblättern
Die Bundeswehr testet in der Oberlausitz das Abwerfen von Flugblättern mit Heliumballons. Wozu das Training dient und warum auch Polen und Tschechien informiert wurden.
Bundeswehr übt das Abwerfen von Flugblättern
16.04.2024, Rheinland-Pfalz, Mayen: Verteidigungsminister Pistorius mit Soldaten, deren Aufgabe es ist, mittels Heliumballons Flugblätter zu verteilen / DPA
22. Januar 2026

Die Bundeswehr trainiert ab kommender Woche in der Oberlausitz das Abwerfen von Flugblättern. Sie werden mit Hilfe von Heliumballons abgeworfen. Im Ernstfall sollen auf diesem Wege Menschen informiert werden, die anders schlecht zu erreichen wären, teilte das Landeskommando Sachsen mit. Bei der Übung vom 25. Januar von 4. Februar werden lediglich Übungsflugblätter abgeworfen, auf denen ein Symbol und ein Text für den Finder abgedruckt sind. 

Für das Training des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr werden rund 100 Soldaten aus Mayen in Rheinland-Pfalz nach Sachsen verlegt. Weil es auch sein könne, dass Flugblätter bis Polen und Tschechien abdriften, seien auch die Nachbarländer informiert worden. Zwar sollen die Flugblätter auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz ankommen - je nach Wind und Wetter könne es aber sein, dass sie von ihrer Flugbahn abkommen und in den umliegenden Ortschaften landen.

Wer ein Flugblatt finde, könne dies gerne bei der Adresse melden, die auf den Zetteln aufgedruckt sei. Im Übrigen sei das verwendete Papier umweltfreundlich und zersetze sich. Die Übung „Colder Iron 2026“ diene der Truppe zur Festigung ihrer Fähigkeiten, hieß es.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen