Der Streit um das Zuzugsverbot für eine palästinensische Familie in die österreichische Gemeinde Weikendorf scheint beendet zu sein. Die Entscheidung der Grundverkehrsbehörde zugunsten der Familie Abu El-Hosna soll nicht weiter angefochten werden, wie Vizebürgermeister Robert Jobst (ÖVP) gegenüber dem „Kurier“ bestätigte.

Bürgermeister Johann Zimmermann (ÖVP) hatte den Zuzug der muslimischen Familie in den Ortsteil Dörfles abgelehnt. Die Kultur der islamischen und der westlichen Welt seien unvereinbar, begründete er seine Haltung.

Der Gemeinderat bestand zu dem Zeitpunkt aus ÖVP, SPÖ und FPÖ. Allerdings habe man bereits vor der Gemeinderatswahl am 26. Januar gemerkt, dass man in dem Verfahren keine „Parteienstellung“ mehr habe. „Der Gang vors Höchstgericht wäre also sinnlos. Genauso gut könnten wir das Geld in den Ofen schmeißen", so Jobst.

Grund zur Freude hat Familie Abu El-Hosna dennoch nicht. Jetzt schon ist klar: Den Zuzug der Palästinenser begrüßt in dem Ort wohl kaum jemand. Die Palästinenser wollen deshalb vorerst nicht nach Weikendorf ziehen, obwohl der Hauskauf bereits vollzogen wurde und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

TRT Deutsch