Provokationen von PKK-Anhängern in Belgien / Photo: AA (AA)
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Das türkische Außenministerium hat die jüngsten Ausschreitungen von PKK-Anhängern in Belgien scharf verurteilt. Dies zeige, „dass die Terrororganisation PKK eine Bedrohung für den gesellschaftlicher Frieden und die öffentliche Ordnung in Westeuropa ist“, heißt es in einer Erklärung vom Dienstag.

„Dank des gesunden Menschenverstands unserer in Belgien lebenden Bürger und des wirksamen Eingreifens der belgischen Sicherheitsbehörden konnte eine Eskalation der Vorfälle verhindert werden“, heißt es weiter. Demnach leiteten lokale Behörden bereits Ermittlungen ein.

Der türkische Außenminister Hakan Fidan habe hierzu ein Telefongespräch mit seiner belgischen Amtskollegin Hadja Lahbib geführt. „Die Entwicklungen werden auf allen Ebenen genau verfolgt. Es werden notwendige Schritte unternommen“, so die Erklärung.

Randale vor EU-Parlament

Eine Gruppe von PKK-Sympathisanten hatte am Montag vor dem Europäischen Parlament in Brüssel randaliert. Rund 150 PKK-Anhänger zeigten Symbole der Gruppe und riefen Parolen.

Später wurden auch Barrikaden rund um den Schuman-Platz demontiert und auf Sicherheitskräfte geworfen. Die Polizei reagierte mit Tränengas.

Angriffe in belgischer Gemeinde

Sympathisanten der Terrororganisation PKK griffen bereits am Sonntag türkischstämmige Bürger in der belgischen Stadt Heusden-Zolder an. Dabei wurden laut örtlichen Informationen auch einige Fahrzeuge in Brand gesetzt. Die Polizei setzte demnach Wasserwerfer ein, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Die Gruppe soll zuvor aus Deutschland angereist sein, wo sie am sogenannten Nevrozfest (Frühlingsfest) teilgenommen habe.

TRT Deutsch