Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Straße von Hormus als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet. „Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Straße von Hormus transportiert wird“, sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.
„Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt“, warnte der Militärsprecher weiter. „Und sie werden wieder und wieder brennen.“
An die USA gerichtet sagte der Militärsprecher: „Ihr solltet wissen, dass ihr den Öl- und Energiepreis nicht künstlich niedrig halten könnt. (…) Rechnet mit einem Preis von 200 Dollar pro Barrel, denn der Ölpreis hängt von der Sicherheit der Region ab – und ihr seid die Quelle dieser Unsicherheit“, sagte er.
Unterdessen reklamierten die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, zwei Militäroperationen gegen Schiffe im Meer vor der Südküste. Das Containerschiff „Express Rome“, das nach iranischer Darstellung in israelischem Besitz ist und unter liberianischer Flagge fährt, sei nach Warnungen beschossen und gestoppt worden. Auch der Frachter „Mayuree Naree“ unter Flagge Thailands sei aufgehalten worden, nachdem er „Warnsignale und Aufforderungen“ missachtet habe, hieß es in einer im staatlichen Rundfunk veröffentlichten Erklärung.
Seit Beginn des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran sind die Energiepreise deutlich gestiegen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat simuliert, dass auch höhere Ölpreise auch hierzulande zweistellige Milliardenschäden anrichten könnten.
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.255 Menschen im Iran. Rund 12.000 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 38 Tote und Hunderte Verletzte.
















