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UNO: Mehrheit der 2025 nach Europa gekommenen Flüchtlingskinder war allein
Mehr als 20.000 Kinder sind laut UN im vergangenen Jahr über Fluchtrouten nach Europa gekommen. Die meisten waren demnach ohne ihre Eltern oder Erziehungsberechtigten unterwegs.
UNO: Mehrheit der 2025 nach Europa gekommenen Flüchtlingskinder war allein
9.01.2023, Baden-Württemberg, Langenargen: Ein jugendlicher Flüchtling sitzt neben einem anderen Jugendlichen auf einem Stuhl. Foto: Felix Kästle/dpa

Die meisten im vergangenen Jahr als Flüchtlinge nach Europa gekommenen Kinder sind UN-Angaben zufolge allein unterwegs gewesen. Mehr als 20.000 der 31.100 Kinder, die im vergangenen Jahr über Fluchtrouten nach Europa kamen, wurden nicht von Eltern oder Erziehungsberechtigten begleitet, wie die UN-Organisationen für Kinder, Migration und Flüchtlinge am Mittwoch in einem gemeinsamen Bericht mitteilten. Sie warnten vor Missbrauch und Gewalt, denen die Kinder auf ihrem Weg ausgesetzt seien.

„Dieser Bericht zeigt, wie sehr sie Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt sind, wenn sichere Wege begrenzt sind und sie auf Schleuser angewiesen sind“, sagte die Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope. "Kein Kind sollte diesen Risiken allein ausgesetzt sein.“

Während die Gesamtzahl der Kinder, die auf dem See- und Landweg in Bulgarien, Zypern, Griechenland, Italien, Malta und Spanien ankamen, im Vergleich zu 2024 um 25 Prozent zurückgegangen sei, sei der Anteil der unbegleiteten Kinder von 51 Prozent auf 67 Prozent gestiegen.

Mehr als 12.000 unbegleitete Kinder kamen den Angaben zufolge in Italien an, die wichtigsten Herkunftsländer waren Ägypten, Eritrea, Bangladesch, Somalia und der Sudan. Mehr als 4.700 unbegleitete Minderjährige kamen in Spanien an - hauptsächlich aus Algerien, Marokko, Mali und dem Senegal.

„Die Reisen sind gefährlich“, betonte die IOM. Fast die Hälfte der von der IOM befragten Flüchtlinge im Alter von 15 bis 24 Jahren gab dem Bericht zufolge an, auf ihrer Reise körperliche Gewalt erlebt zu haben, besonders in Libyen. „Die IOM fordert die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf, das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt jeder Entscheidung zu stellen, den rechtzeitigen Zugang zu Hilfsangeboten zu gewährleisten und Kinder niemals aus migrationsbedingten Gründen in Gewahrsam zu nehmen.“

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen