Die venezolanische Übergangsregierung wird den USA nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zwischen 30 und 50 Millionen Barrel Öl liefern. Es handele sich um sanktioniertes Öl, das zum Marktpreis verkauft werde, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.
Das Geld werde von ihm als Präsident kontrolliert, „um sicherzustellen, dass es den Menschen in Venezuela und den Vereinigten Staaten zugutekommt“, schrieb Trump weiter. Er habe Energieminister Chris Wright mit der „sofortigen“ Umsetzung des Plans beauftragt.
US-Streitkräfte hatten in der Nacht zum Samstag bei einer groß angelegten MilitärinvasionZiele in Venezuela angegriffen, den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Frau Cilia Flores entführt und in die USA verschleppt. Maduros Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde vom Obersten Gericht Venezuelas zur Interimspräsidentin ernannt. Die Regierung meldete nach dem US-Angriff mindestens 40 Tote, darunter auch Zivilisten.
Trump hatte Venezuela in den vergangenen Monaten immer wieder vorgeworfen, den Drogenschmuggel in die USA aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Die venezolanische Regierung warf den USA dagegen vor, es allein auf die riesigen Ölreserven des Landes abgesehen zu haben.
Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Vorkommen der Welt, bis 2005 war das Land einer der wichtigsten Öllieferanten der USA. Die Lage änderte sich dramatisch, nachdem der damalige sozialistische Staatschef Hugo Chávez 2007 die Industrie weiter verstaatlichte und den Besitz von US-Firmen beschlagnahmte. Trump sagte nach dem Militäreinsatz, US-Unternehmen würden „reingehen, Milliarden von Dollar ausgeben und die kaputte Infrastruktur reparieren“.










