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USA warnen Iran vor Provokationen bei Manöver in Meerenge
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten. Dort wollen Irans Revolutionsgarden ein Manöver abhalten. Die USA warnen Teheran vor einer Eskalation.
USA warnen Iran vor Provokationen bei Manöver in Meerenge
Übung der iranischen Revolutionsgarde / Foto: dpa / DPA
vor 2 Stunden

Das US-Militär hat die Iranischen Revolutionsgarden vor dem Beginn eines geplanten Manövers in der Straße von Hormus vor riskantem Verhalten gewarnt. Das US-Militär werde keine „unsicheren“ Manöver wie etwa Flüge über US-Kriegsschiffe oder Stützpunkte in niedriger Höhe tolerieren; dies gelte auch für das Annähern iranischer Schnellboote auf Kollisionskurs mit US-Schiffen, erklärte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom).

„Jegliches unsicheres und unprofessionelles Verhalten in der Nähe von US-Truppen, regionalen Partnern oder kommerziellen Schiffen erhöht das Risiko einer Kollision, Eskalation und Destabilisierung“, erklärte das US-Militär weiter. Irans Einheiten hätten das Recht, in internationalen Gewässern und im internationalen Luftraum zu operieren. Das amerikanische Militär halte sich an die höchsten professionellen Standards und an das internationale Recht; dazu seien auch die Revolutionsgarden verpflichtet, mahnte Centcom.

Das ab Sonntag geplante Manöver der Iraner dürfe die Freiheit der Schifffahrt und den internationalen Seehandel in der wichtigen Meeresenge nicht beeinträchtigen, forderte das US-Militär. Die Straße von Hormus – eine rund 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman – gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.

Die Revolutionsgarden gelten als Elite-Streitkräfte des Iran und sind direkt dem obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei unterstellt.

Wachsende Spannungen zwischen USA und Iran

Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Teheran und Washington. In Iran hatten Ende Dezember landesweite Proteste begonnen, die sich von Teheran aus auf mehrere Städte ausweiteten und fast zwei Wochen andauerten. Auslöser waren der starke Wertverfall der Landeswährung sowie eine sich verschärfende Wirtschaftskrise.

US-Präsident Donald Trump erklärte zuletzt, eine „massive Armada“ amerikanischer Schiffe sei auf dem Weg Richtung Iran. Er forderte Teheran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Iranische Regierungsvertreter warnten, jeder US-Angriff werde eine „schnelle und umfassende“ Antwort nach sich ziehen. Zugleich betonten sie, Teheran bleibe zu Gesprächen bereit – allerdings nur unter „fairen, ausgewogenen und nicht erzwungenen Bedingungen“.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen