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Nach Vorfall bei US-Militärbasis Fairford: US-Bomber zurückbeordert
Das US-Militär hatte einige seiner Bomber wegen des Iran-Krieges nach Großbritannien verlegt. Nun wurden diese nach einem Vorfall am Stützpunkt wieder in die USA zurückbeordert. Die Frage ist: Warum?
Nach Vorfall bei US-Militärbasis Fairford: US-Bomber zurückbeordert
Fairford, Großbritannien / Foto: -/REUTERS (Archiv)

Nach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien hat das Pentagon all seine Langstreckenbomber zurückbeordert. „Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind“, teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. 

Aus Gründen der operativen Sicherheit habe das Ressort zuvor „Bewegungen unserer Ressourcen und Streitkräfte nicht in Echtzeit“ kommentieren können, hieß es weiter.

Neue Bedrohungsinformationen laut „New York Times“

Nach Informationen der „New York Times“ sollen neue Drohungen gegen den Militärstützpunkt der Grund für den überraschenden Abzug der US-Bomber gewesen sein. So gebe es Informationen über einen offenbar vom Iran unterstützten Militärschlag auf den Stützpunkt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei US-Beamte. Darauf angesprochen, wollte sich das Pentagon nicht weiter äußern. Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Angriffskrieg gegen den Iran agieren zu können.

Laut „New York Times“ wurde die Notwendigkeit der Verlegung der Bomber weg von RAF Fairford als so dringlich eingestuft, dass einige Maschinen samt Besatzungen bereits starteten, während die benötigten Tankflugzeuge erst noch für die Unterstützung über dem Atlantik vorbereitet werden mussten.

Demnach sagte ein US-Beamter, dass die Informationen zwar Teil jener Warnungen von vor drei Wochen seien. Die Lage habe sich in den vergangenen 24 Stunden allerdings aufgrund konkreter Details zugespitzt.

Fünf Männer sollen Operation vorbereitet haben

Ende September waren fünf Männer nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer „terroristischen Tat“ verdächtigt. Gegen sie wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Inzwischen sind sie unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden. 

Großbritanniens Premierminister Andy Burnham bestätigte Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran. US-Außenminister Marco Rubio hatte von einer Beteiligung eines „ausländischen Akteurs“ gesprochen. Der Iran hat die Vorwürfe und Spekulationen über eine Beteiligung wiederholt und entschieden zurückgewiesen.

Dem „Wall Street Journal“ und der „New York Times“ zufolge waren zuletzt ein Dutzend B-1-Bomber noch vor Ort stationiert. Das Pentagon betonte in seiner jetzigen Mitteilung: „Die Piloten der amerikanischen Bomberflotte, darunter B-1, B-2 und B-52, sind weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen.“

Die USA und Israel hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Neben Tausenden Zivilisten wurden zahlreiche einflussreiche Generäle und Spitzenpolitiker gezielt getötet, darunter Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. 

Kurz nach Beginn des Iran-Krieges hatte die britische Regierung US-Angriffe gegen iranische Raketenstellungen von zwei britischen Militärbasen aus genehmigt – eine der beiden Basen ist Fairford. Seitdem wurden immer wieder US-Kampfjets und andere Flugzeuge beim Start und bei der Landung auf dem umzäunten Stützpunkt beobachtet. 

Die Luftwaffenbasis Fairford war von der US-Armee schon während des Golfkriegs Anfang der 1990er Jahre und während des Irak-Krieges 2003 genutzt worden.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen