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Westjordanland: Israel erlässt erneut Abrissbescheide
Palästinenser im besetzten Westjordanland sind immer wieder Angriffen von israelischen Siedlern ausgesetzt. Zugleich zerstören israelische Bulldozer palästinensisches Eigentum. Nun wird ein weiterer Abriss angekündigt.
Westjordanland: Israel erlässt erneut Abrissbescheide
Foto: Issam Rimawi/AA / AA
21. Oktober 2025

Die israelische Armee hat am Montag nach Angaben der Behörden im besetzten Westjordanland sechs Abrissbescheide für palästinensisches Eigentum übermittelt. Demnach sind sechs Zelte und Häuser, Wasserbrunnen und landwirtschaftliche Einrichtungen im Dorf Asfi südlich der Stadt Hebron betroffen. 

Der Vorsitzende des Gemeinderats, Nidal Younis, teilte der Nachrichtenagentur Anadolu mit, Israel habe im September einen Stadtplan der Gemeinde abgelehnt. Younis rief die internationale Gemeinschaft vor diesem Hintergrund auf, aktiv zu werden. Der geplante Abriss und die Vertreibung müssten verhindert werden.

Nach Angaben der palästinensischen Regierungsbehörde CWRC (Colonization and Wall Resistance Commission) führte die israelische Armee seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 1.014 Abrisse im Westjordanland durch.

Im Westjordanland leben rund drei Millionen Palästinenser sowie etwa 700.000 Israelis in illegalen Siedlungen. Immer wieder kommt es dort zu Übergriffen auf Palästinenser durch extremistische Siedler. Sie dringen in palästinensische Dörfer ein, verüben Brandanschläge und zünden Felder und Olivenhaine an. Die israelische Armee schreitet meist nicht ein, sondern schützt die Angreifer.

Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete im Dezember 2016 eine Resolution, welche die israelischen Siedlungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem als völkerrechtswidrig verurteilte. Gefordert wurde ein sofortiger Baustopp.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen