Ein Jahr nach der Einnahme Aleppos hat Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa die Stadt als „Tor“ zur Befreiung Syriens bezeichnet. Die darauffolgende Offensive habe zum Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad geführt, sagte al-Scharaa am Samstag in Aleppo laut der staatlichen Nachrichtenagentur SANA. Kämpfer unter der Führung der HTS-Miliz hatten Ende November die nordsyrische Stadt Aleppo eingenommen.
Seit Donnerstag wird im Land der Jahrestag der Militäroperation „Abwehr der Aggressionen“ gefeiert. Die Offensive begann am 27. November 2024 vom nordsyrischen Idlib aus im westlichen Umland Aleppos und führte binnen elf Tagen mit der Einnahme von Damaskus zum Zusammenbruch des Assad-Regimes. Assad floh nach Russland und lebt dort im Exil.
„Von den Mauern Aleppos aus sahen wir das befreite Damaskus“, sagte al-Scharaa in seiner Ansprache. „Als Aleppos Fesseln fielen, wurden Gefangene freigelassen und Kindern kehrte das Lächeln zurück.“
Der Präsident sprach von einem „Neubeginn“, der mit der Einnahme der Aleppos eingesetzt habe. Man werde „unermüdlich daran arbeiten, Syrien wieder aufzubauen“. Al-Scharaa betonte, der Jahrestag markiere einen Zäsur in der Geschichte Syriens und der Region.
Al-Scharaa war zunächst Anführer der HTS-Miliz. Nach dem Sturz von Assad wechselte er in die Politik. Ende Januar wurde er zum Präsidenten Syriens ernannt. Seit seinem Amtsantritt zeigt sich al-Scharaa moderat und verspricht Reformen.

















