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Syrien verlängert Waffenruhe mit Terrorgruppe YPG/SDF um 15 Tage
Nach Kämpfen zwischen syrischer Armee und YPG/SDF im Nordosten des Landes sollen die Waffen zwei Wochen weiter schweigen. Damit soll die Verlegung von inhaftierten Angehörigen der Daesch-Terrormiliz sichergestellt werden.
Syrien verlängert Waffenruhe mit Terrorgruppe YPG/SDF um 15 Tage
Syrien verlängert Waffenruhe mit Terrorgruppe YPG/SDF um 15 Tage / Foto: Reuters / Reuters
25. Januar 2026

Syriens Regierung und Terrorgruppe YPG/SDF haben die Waffenruhe um weitere 15 Tage verlängert. Das bestätigten die Regierung in Damaskus und die SDF am Samstagabend. Die Entscheidung sei durch internationale Vermittlung erzielt worden, hieß es von Seiten der YPG/SDF. Die Feuerpause trat demnach mit sofortiger Wirkung in Kraft. Die Verlängerung soll die Verlegung von Inhaftierten aus Gefängnissen für Kämpfer der Terrormiliz Daesch in den Irak erleichtern, teilte das syrische Verteidigungsministerium mit.

Die syrische Armee war in den vergangenen Wochen gegen die bisher von der YPG/SDF besetzten Gebiete im Nordosten des Landes vorgegangen. Bei den Gefechten konnten die Regierungstruppen große Gebiete unter staatliche Kontrolle bringen.

In den Gebieten im Nordosten des Landes liegen auch die bis zuletzt von der YPG/SDF-Miliz kontrollierten Gefängnisse und Lager für Kämpfer der Terrorgruppe Daesh und deren Angehörige. Die Regierungstruppen haben die Kontrolle einiger der Lager und Haftanstalten übernommen. Wegen der Kämpfe bestand die Sorge eines Kontrollverlustes über die Gefängnisse und deren Insassen. Einige Inhaftierte sollen entkommen sein.

Im Zuge der Waffenruhe haben die USA begonnen, Dutzende inhaftierte Daesch-Anhänger in den Irak zu verlegen. Der Plan ist es, bis zu 7.000 von ihnen in das Nachbarland zu verlegen. Nach irakischen Angaben handelt es sich dabei um Personen mit irakischen und ausländischen Staatsbürgerschaften.

Nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) waren vor Beginn der Offensive etwa 40 Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit in Gewahrsam der YPG/SDF. Ob diese auch in den Irak verlegt werden, ist nicht klar. Nach Angaben eines Sprechers des Auswärtigen Amts ist eine Rückholung der inhaftierten Männer derzeit nicht geplant.

QUELLE:TRT Deutsch