Im Ringen um eine Lösung im Iran-Krieg spielt Türkiye nach Angaben der regierenden AK-Partei eine Vermittlerrolle. Man stehe seit längerem in Kontakt mit dem Iran und den USA und übermittle Botschaften zwischen beiden Parteien, sagte Harun Armağan, stellvertretender Vorsitzender für Außenbeziehungen der AK-Partei, der Deutschen Presse-Agentur. Ziel sei, Spannungen abzubauen und einen Boden für Gespräche zu bereiten.
Noch sei man aber nicht so weit, dass man einen Ort für ein solches Treffen festlegen könne. Auch Pakistan vermittelt örtlichen Sicherheitskreisen zufolge zwischen den Kriegsparteien. Das Außenministerium in Ankara wollte sich zunächst nicht äußern.
Irans Militärführung hatte zuvor Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen. Medienberichten zufolge hat die US-Regierung der Führung in Teheran einen „15 Punkte umfassenden Plan“ zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Dieser verlangt der Führung in Teheran demnach große Zugeständnisse ab.
USA legen dem Iran Plan für Kriegsende vor
Laut Medienberichten hat die US-Regierung der iranischen Regierung einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des US-israelischen Angriffskrieges vorgelegt. Der Vorschlag sei Teheran über die pakistanische Regierung übermittelt worden, die sich als Vermittler angeboten habe, berichtete die „New York Times“ am Dienstag unter Berufung auf zwei anonyme Beamte. Der Plan sieht demnach strikte Beschränkungen für Teherans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor.
Schon länger behauptet US-Präsident Donald Trump, Gespräche mit dem Iran zu führen. Am Dienstag (Ortszeit) sprach Trump erneut von laufenden Verhandlungen mit Teheran. Die Gespräche fänden „genau jetzt“ statt, sagte er im Weißen Haus. Daran beteiligt seien Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio sowie Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner. Die iranische Führung dementiert jedoch, dass es solche Gespräche mit den USA über ein mögliches Kriegsende gibt.
US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.500 Menschen im Iran. Mehr als 18.550 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 120 Tote und Tausende Verletzte.












