TÜRKİYE
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Sicherheit im Fokus: Fidan zu Bündnistreffen in Riad erwartet
Türkiye, Saudi-Arabien und Pakistan wollen ihr Verteidigungsbündnis ausbauen. Dafür kommen die Vertragspartner in Riad zusammen. Im Fokus stehen auch regionale Krisen.
Sicherheit im Fokus: Fidan zu Bündnistreffen in Riad erwartet
Der türkische Außenminister Hakan Fidan / Foto: Reuters

Der türkische Außenminister Hakan Fidan wird am Montag bei einem Treffen des Strategischen Politik- und Verteidigungskomitees in der saudischen Hauptstadt Riad erwartet. Auch Verteidigungsminister Yaşar Güler und Generalstabschef Selçuk Bayraktaroğlu sollen teilnehmen, wie aus Kreisen des türkischen Außenministeriums verlautete. Das Gremium wurde im Rahmen des gemeinsamen Verteidigungsabkommens von Mekka zwischen Türkiye, Pakistan und Saudi-Arabien eingerichtet.

Laut Angaben von Quellen aus dem türkischen Außenministeriums wird Fidan bei dem Treffen die Position von Türkiye zum weiteren Aufbau des Bündnisses darlegen. Im Zentrum stehen demnach auch die Bedrohungen für Frieden und Stabilität im Nahen Osten – vor allem mit Blick auf die anhaltenden Aggressionen Israels gegen die Palästinenser und andere Nachbarländer.

Türkiye bekräftigt Unterstützung für Saudi-Arabien

Angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen der jemenitischen Huthi-Miliz und dem saudischen Königshaus wird erwartet, dass Fidan seine Unterstützung für Saudi-Arabien bekräftigt. Laut Quellen aus Ankara wird er dabei unterstreichen, dass gegen heilige Stätten gerichtete Provokationen inakzeptabel seien.

Fidan werde betonen, dass das Bündnis gemeinsam und wirksam auf bestehende Bedrohungen reagieren und zur Verhinderung regionaler Krisen beitragen müsse, hieß es. Vorrang soll die friedliche Beilegung von Konflikten haben.

Nach Behauptung der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition soll am Dienstag eine Drohne die Stromverteilerstation Taibah in Medina getroffen haben. Die Anlage versorgt die Prophetenmoschee mit Strom. Ein Transformator sei ausgefallen, das übrige Stromnetz sei jedoch nicht beeinträchtigt worden. Untersuchungen der abgestürzten Drohnen hätten eine Beteiligung der Huthi ergeben, behauptete die Koalition. Die Miliz aus dem Jemen weist die Vorwürfe zurück.

Sicherheit der Handelsrouten 

Fidan soll zudem die Bedeutung der freien und sicheren Schifffahrt auf internationalen Handelsrouten hervorheben, hieß es aus Kreisen des Außenamtes. Dabei geht es auch um die Teilblockade der Huthi-Miliz, die sich unter anderem gegen saudische Handelsschiffe richtet. Dadurch wird der internationale Waren- und Ölhandel erheblich beeinträchtigt.

Die Huthi hatten mit Raketen und Drohnen sowie der Seeblockade ursprünglich den palästinensischen Widerstand im Kampf gegen Israel nach dem 7. Oktober 2023 unterstützt. Später richteten sich die Aktionen der Huthi-Miliz auch gegen Saudi-Arabien, deren Koalition die international anerkannte Regierung Jemens militärisch unterstützt. Die Huthis kontrollieren etwa ein Drittel des Landes, darunter auch die Hauptstadt Sanaa. Dort leben rund 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung: bis zu 30 Millionen Menschen.

Auch Israel hat wiederholt die Huthi-Miliz im Jemen angegriffen, darunter den Hafen von Hodeida.

Bündnis soll Sekretariat in Riad erhalten

Bei seinem ersten Treffen am 31. August 2026 in Istanbul hatte das Komitee grundlegende Beschlüsse zum Aufbau des Bündnisses gefasst. Das Sekretariat soll demnach möglichst bald in der saudischen Hauptstadt Riad eingerichtet werden. Als erster Generalsekretär wurde der pensionierte pakistanische Generalleutnant Nauman Mahmood vorgeschlagen.

Die Außenminister der drei Länder des Mekka-Paktes hatten sich zuletzt am 24. September am Rande der 81. UN-Generalversammlung in New York getroffen. In einer anschließenden gemeinsamen Erklärung verurteilten sie Angriffe auf die heilige Stadt Mekka sowie auf die zivile und wirtschaftliche Infrastruktur Saudi-Arabiens.

Am 25. September kamen dann die Generalstabschefs der drei Staaten in Riad zu Beratungen zusammen.

Gemeinsame Abschreckung und Verteidigung

Türkiye, Saudi-Arabien und Pakistan hatten das gemeinsame Verteidigungsabkommen am 7. August im saudi-arabischen Mekka geschlossen. Dem Pakt zufolge gilt ein bewaffneter Angriff auf einen der drei Staaten als Angriff auf alle Bündnispartner. Die Unterzeichner bezeichnen das Bündnis als defensiv und nicht gegen ein bestimmtes Land gerichtet. Es knüpft an das 2025 geschlossene Verteidigungsabkommen zwischen Saudi-Arabien und Pakistan an.

Um die Zusammenarbeit zu koordinieren, wurde das Strategische Politik- und Verteidigungskomitee eingerichtet. Ihm gehören die Außen- und Verteidigungsminister sowie die Generalstabschefs der drei Staaten an.

QUELLE:TRT Deutsch