Bundesregierung: Speicherstände beim Gas „sicherlich besorgniserregend“
Obwohl die Gasspeicher in Deutschland nur zu gut einem Drittel gefüllt sind, soll die Versorgungssicherheit laut Wirtschaftsministerium gewährleistet sein. Die Verträge für Lieferungen über Pipelines würden derzeit eingehalten.
Symbolbild. 4. Oktober 2021, Hannover, Deutschland: Ein Mann dreht in einer Wohnung am Thermostat einer Heizung. Steigende Energiepreise belasten Haushalte mit einem geringen Einkommen besonders hart. (DPA)

Die Gasspeicher in Deutschland sind nach Angaben der Bundesregierung derzeit nur zu gut einem Drittel gefüllt. Diese Speicherstände seien „sicherlich besorgniserregend“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz am Mittwoch in Berlin. Aktuell seien sie zu etwa 35 bis 36 Prozent gefüllt.

Zugleich wies die Sprecherin darauf hin, dass die Versorgungssicherheit gewährleistet sei. Bei der Lieferung von Gas über Pipelines würden die Verträge derzeit eingehalten. Zudem komme nicht alles Gas aus Pipelines. Engpässe am Erdgasmarkt

Auf dem Erdgasmarkt gibt es derzeit Engpässe. Durch eine gestiegene Nachfrage seit den Lockerungen von Corona-Maßnahmen und die vergleichsweise niedrigen Füllstände der Gasspeicher in der EU waren die Gaspreise zuletzt deutlich gestiegen.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte sich im Januar im „Spiegel“ dafür ausgesprochen, dem Staat angesichts des Ukraine-Konflikts mehr Kontrolle über das Anlegen von Erdgasreserven geben. Der Winter habe gezeigt, dass Deutschland mit reduzierten Beständen noch anfälliger sei für Spekulationen, Preisschwankungen und geopolitische Spannungen. Deshalb müssten die Möglichkeiten verbessert werden, für den nächsten Winter vorzusorgen, damit die Gasspeicher gut gefüllt seien.

Mehr zum Thema: Warum steigen die Energiepreise ständig?

AFP