US-Polizist erschießt mutmaßlichen Ladendieb im Rollstuhl mit neun Schüssen
Die tödliche Anwendung von Gewalt sei ein „klarer Verstoß gegen die Regeln unseres Dienstes“, erklärt der Polizeichef von Tucson, Arizona, nach tödlichen Schüssen auf einen 61-Jährigen. Dieser hatte einen Werkzeugkasten in einem Supermarkt gestohlen.
Symbolbild. Ein Polizist mit Schlagstock. (DPA)

Im US-Bundesstaat Arizona hat ein Polizist einen 61-jährigen mutmaßlichen Ladendieb im Rollstuhl mit neun Schüssen in den Rücken getötet. Der Polizeichef der Stadt Tucson, Chris Magnus, veröffentlichte am Dienstagabend (Ortszeit) ein Video von dem Vorfall und erklärte, der Polizeibeamte werde entlassen. „Seine tödliche Anwendung von Gewalt während dieses Vorfalls ist ein klarer Verstoß gegen die Regeln unseres Dienstes“, betonte Magnus vor Journalisten. Der Polizist sei am Abend der Tat nicht im Dienst gewesen, sondern habe als Wachmann für einen Supermarkt der Kette Walmart gearbeitet. Ein Angestellter des Supermarkts habe ihn darüber informiert, dass ein Mann in einem motorbetriebenen Rollstuhl gerade einen Werkzeugkasten gestohlen habe. Als der 61-Jährige gebeten worden sei, einen Beleg für den Einkauf vorzuweisen, habe er ein Messer gezückt, „Hier ist deine Quittung!“ gerufen und sei weggefahren. Mehr zum Thema: Nach Polizeigewalt bei Berliner Demo: Senator trifft UN-Berichterstatter

AFP