GESELLSCHAFT
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Migra-Streik in Halle: Geschäftsinhaber setzen Zeichen gegen Rassismus
Aus Protest gegen Rassismus und Ausgrenzung schließen in Halle viele migrantische Geschäftsinhaber zeitweise ihre Läden. Damit setzen sie auch ein Zeichen gegen die rechtspopulistische AfD, die die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen hat.
Migra-Streik in Halle: Geschäftsinhaber setzen Zeichen gegen Rassismus
25.08.2026, Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Ein Mann bringt ein Plakat zum Streikaufruf an. Foto: Peter Gercke/dpa

Zahlreiche Geschäftsinhaber mit Migrationsgeschichte haben am Donnerstag in Halle ihre Läden aus Protest gegen zunehmende Fremdenfeindlichkeit zeitweise geschlossen. Unter dem Motto „Halle ohne uns?“ beteiligen sie sich an einem Aktionstag der Bürgerinitiative MigraStark. Mit der Aktion wollen sie auf die Bedeutung von Menschen mit Migrationsgeschichte für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben aufmerksam machen.

Die Geschäfte sollen demnach zwischen 10.00 und 16.00 Uhr geschlossen bleiben. Für den Nachmittag ist eine Kundgebung am Steintor geplant. Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt unterstützt die Initiative.

Der Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion für Integration, Mamad Mohamad aus Halle, rief zuvor zur Teilnahme an der Aktion auf. Damit solle gezeigt werden, wie „Menschen mit Migrationsgeschichte die Gesellschaft jeden Tag bereichern“, schrieb er Dienstag auf Instagram.

Hintergrund der Aktion ist nach Angaben der Organisatoren die zunehmende Verunsicherung von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte über ihre Zukunft in Sachsen-Anhalt. Bei der Landtagswahl am 6. September war die rechtspopulistische AfD stärkste Kraft geworden. Ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund kündigte an, im Dezember für das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidieren.

Mit dem Protest knüpft MigraStark an eine ähnliche Aktion in Magdeburg an. Dort hatten am 26. August nach Angaben der Organisatoren rund 160 Geschäftsinhaber ihre Betriebe zeitweise geschlossen. Auch Geschäfte ohne migrantische Betreiber beteiligten sich damals aus Solidarität an den sogenannten Migra-Streiks.

QUELLE:TRT Deutsch