Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben örtlicher Behörden fünf Menschen getötet worden. Das Schifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt sprach am Montag von zwei Luftangriffen auf zivile Ziele. Die israelische Armee behauptete, sie habe „Mitglieder des bewaffneten Arms der Hamas“ ins Visier genommen.
Laut Angaben der Klinik wurden nach einem israelischen Angriff auf ein Wohngebäude zunächst zwei Leichen eingeliefert. Später trafen demnach drei weitere Leichen sowie mehrere Verletzte infolge eines israelischen Drohnenangriffs auf ein ziviles Fahrzeug im Stadtteil Tel al-Hawa im Südwesten von Gaza ein.
Insgesamt fünf Tote meldete auch der palästinensische Zivilschutz. Zudem veröffentlichte er Aufnahmen, die das getroffene Fahrzeug zeigen sollen.
Die israelische Armee behauptete auf AFP-Anfrage, bei beiden Vorfällen seien „Mitglieder des bewaffneten Arms der Hamas“, der Essedin-al-Kassam-Brigaden, angegriffen worden. Später identifizierte das Militär einen der Getöteten als Omar Mohammed Roschdi Saradsch. Dieser habe angeblich die Hamas mit Waffen versorgt. Die Angriffe hätten darauf abgezielt, „die von ihnen ausgehende Bedrohung zu beseitigen“, teilte die Armee mit.
Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Am 10. Oktober 2025 trat eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft, die jedoch immer wieder von Israel gebrochen wird.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden während der Waffenruhe mindestens 1.320 Palästinenser getötet. Die israelische Armee meldete im selben Zeitraum fünf getötete Soldaten sowie einen getöteten zivilen Mitarbeiter.
Laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium tötete Israel seit Oktober 2023 mehr als 73.450 Menschen in Gaza und verletzte mindestens 174.496 weitere.























