WELT
2 Min. Lesezeit
US-Spritpreis erstmals seit Monaten wieder unter vier Dollar
Seit Wochen geht es mit den Spritpreisen allmählich wieder bergab. Nun ist der Benzinpreis unter eine wichtige Marke gerutscht.
US-Spritpreis erstmals seit Monaten wieder unter vier Dollar
US-Spritpreis erstmals seit Monaten wieder unter vier Dollar / Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa

Die Hoffnung auf eine Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus hat den Benzinpreis in den USA erstmals seit Monaten wieder unter die Marke von vier Dollar gedrückt. Hintergrund ist ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs.

Im Durchschnitt bezahlen Amerikaner derzeit pro Gallone (3,785 Liter) Benzin 3,99 US-Dollar (3,45 Euro), wie der Automobilverband AAA meldete. So wenig kostete der Kraftstoff in den Vereinigten Staaten zuletzt etwa Ende März.

Die infolge des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran gestiegenen Preise lassen damit nun die vierte Woche infolge nach. Allerdings ist das Vorkriegsniveau noch lange nicht erreicht: Als der Iran-Krieg Ende Februar mit völkerrechtswidrigen Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann, lag der Wert im Schnitt noch bei 2,98 Dollar. Der aktuelle Preis liegt damit immer noch etwa ein Drittel höher.

Im Vergleich zu Deutschland ist das Tanken in den USA immer noch günstig. Umgerechnet auf Liter und Euro liegt der aktuelle US-Benzinpreis bei gut 90 Cent.

Trump unterzeichnet Rahmenabkommen 

Nach zähen Verhandlungen und erneuten gegenseitigen Drohungen hatten die Präsidenten der USA und des Iran das Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs unterzeichnet. US-Präsident Donald Trump unterschrieb die Vereinbarung am Mittwochabend nach dem G7-Gipfel im Rahmen seines Diners mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in Schloss Versailles, wie er anschließend selbst verkündete. Der Iran bestätigte zudem die separate Unterschrift von Präsident Massud Peseschkian.

Die Einigung auf die Absichtserklärung wurde international mit großer Erleichterung aufgenommen. Allerdings sollen schwierige Fragen – unter anderem über die Zukunft des iranischen Atomprogramms – erst nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens in Angriff genommen werden. Dafür ist eine 60-tägige Verhandlungsperiode vorgesehen.

China und Russland mahnten eine vollständige Umsetzung des Rahmenabkommens an. Mehrere EU-Staaten – darunter Deutschland – haben sich unter Bedingungen zur Teilnahme an einer Mission zur Sicherung der Straße von Hormus bereit erklärt.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen