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Israel stoppt „Global Sumud Flotilla“ vor Gaza
Die „Global Sumud Flotilla“ nach Gaza ist von israelischen Streitkräften gestoppt worden – sie sollte dringend benötigte Medikamente und Lebensmittel bringen.
Israel stoppt „Global Sumud Flotilla“ vor Gaza
Israel stoppt Global Sumud Flottilla vor Gaza / Foto: Reuters / Reuters

Israelische Streitkräfte haben am Mittwoch die „Global Sumud Flotilla“ abgefangen, als sie auf dem Weg nach Gaza war. Weniger als eine Stunde zuvor hatten die Organisatoren gemeldet, mehr als 20 unbekannte Schiffe rund drei Seemeilen vor der Flotte gesichtet zu haben. 

Die Hilfsschiffe, die Ende August in See gestochen sind, transportierten vor allem medizinische Güter und Nahrungsmittel. Sie sollten ursprünglich am Donnerstagmorgen die Küste von Gaza erreichen.

Die „Global Sumud Flotilla“ ist bereits die vierte Hilfsmission in diesem Jahr, nach den Schiffen „Conscience“, „Madleen“ und „Handala“. Sie hatte die Stelle bereits passiert, an der die „Madleen“-Mission zuvor gestoppt worden war. Über mögliche Festnahmen oder das Schicksal der Schiffe gab es zunächst keine Angaben.

Während der gesamten Fahrt hatten die Organisatoren Regierungen und Unterstützer weltweit aufgefordert, die Flotte über Livestreams und Tracker zu verfolgen und Schutz für die Aktivisten an Bord einzufordern.

Hintergrund ist die Verschärfung der Blockade: Israel hatte am 2. März alle Grenzübergänge geschlossen und die Einfuhr von Nahrung, Medikamenten und Hilfsgütern blockiert. Seither leidet Gaza unter Hungersnot. Seit Oktober 2023 wurden mehr als 66.100 Palästinenser getötet, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Dauerbombardements haben den Küstenstreifen unbewohnbar gemacht, Hunger und Krankheiten breiten sich aus.

Israels Vernichtungskrieg in Gaza

Israel führt seit Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza, der von immer mehr Experten und Menschenrechtsorganisationen als Völkermord eingestuft wird. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums tötete Israel bisher mehr als 66.150 Menschen in Gaza, die meisten davon Frauen und Minderjährige. Demnach wurden mindestens 168.710 Menschen verletzt. 

Internationale Organisationen und die Vereinten Nationen haben für Teile des Gazastreifens eine Hungersnot erklärt und immer wieder direkt Israels Abriegelung des Gebiets für den Mangel an Nahrung verantwortlich gemacht. Israels Regierung sagt dagegen, es würden ausreichend Lebensmittel in den Gazastreifen gebracht und wirft der Hamas vor, humanitäre Hilfe abzugreifen. Beweise dafür wurden jedoch nicht vorgelegt. Auch das israelische Militär widersprach dieser Behauptung.

Der Einsatz von Hunger als Kriegswaffe verstößt gegen das Völkerrecht und gilt als Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

QUELLE:TRT Deutsch