Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat alle Staaten, die Palästina bislang nicht anerkannt haben, zu einem Kurswechsel aufgerufen. „Heute appelliere ich erneut an alle Länder, die den Staat Palästina noch nicht anerkannt haben, ihre Entscheidung zu überdenken“, sagte Erdoğan am Dienstag bei der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York.
Die erneute Abwesenheit des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas bei der Generaldebatte bezeichnete Erdoğan als Unrecht gegenüber dem palästinensischen Volk. „Präsident Abbas konnte bereits das zweite Jahr in Folge nicht in diesem Saal anwesend sein. Dieses Unrecht gegenüber unseren palästinensischen Brüdern und Schwestern verletzt die Gewissen“, erklärte der türkische Staatschef.
Türkiye werde sich trotz der Abwesenheit von Abbas weiterhin für einen unabhängigen und souveränen palästinensischen Staat einsetzen. „Auch wenn Herr Abbas nicht persönlich hier sein kann, werden wir – wie bereits im vergangenen Jahr – die Stimme eines freien und souveränen Staates Palästina sein“, betonte Erdoğan.
Mit Blick auf Israels anhaltende Angriffe im Gazastreifen erklärte Erdoğan, die Küstenenklave sei zum „größten Kinderfriedhof der Welt“ geworden. Zugleich gebe es dort weltweit die meisten Kinder, denen Gliedmaßen amputiert werden mussten.






















