In den Verhandlungen über Einsparungen bei den Arbeitskosten bei Mercedes-Benz fordert das Unternehmen laut „Handelsblatt“, dass die Beschäftigten drei Stunden pro Woche unbezahlt mehr arbeiten. Das Management fordere die 38-Stunden-Woche in Deutschland, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf das Konzernumfeld. Bislang sind 35 Stunden üblich.
Ein Unternehmenssprecher teilte auf Anfrage des „Handelsblatts“ lediglich mit, Mercedes-Benz spreche mit der Arbeitnehmerseite darüber, „wie gemeinsam tragfähige Lösungen gefunden werden können, die die Wettbewerbsfähigkeit stärken“. Die strukturellen Kosten in Deutschland, inklusive der Arbeitskosten, seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig. Laut „Handelsblatt“ droht das Management mit weiteren Verlagerungen ins Ausland, sollte es nicht gelingen, die Arbeitskosten in Deutschland zu senken.
IG Metall lehnt Verlängerung der Arbeitszeit ab
Die IG Metall will an der 35-Stunden-Woche festhalten. Gewerkschaftschefin Christiane Benner kündigte mit Blick auf die kommende Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie Widerstand gegen entsprechende Forderungen aus den Arbeitgeberverbänden an.
Nach Angaben von Mercedes-Benz arbeiteten Ende 2025 rund 164.000 Menschen bei dem Autobauer, davon etwa 108.000 in Deutschland. Im zweiten Quartal 2026 verkaufte der Konzern aus Stuttgart deutlich weniger Autos - vor allem das Geschäft in China brach ein.























