Ukrainische Flüchtlinge in Deutschland zeigen laut einem Medienbericht derzeit wenig Interesse an einer Rückkehr in ihr Heimatland. Das geht aus Zahlen des Beratungszentrums für rückkehrwillige Ukrainer (Unity Hub Berlin) hervor, über die die „Rheinische Post“ am Mittwoch in Düsseldorf berichtete. Laut den von der Botschaft der Ukraine übermittelten Angaben wurden seit der Eröffnung des Zentrums im April dieses Jahres „etwa 60 Anfragen bezüglich der Möglichkeiten einer Rückkehr in die Ukraine verzeichnet“. Dabei handele es sich „überwiegend um Informations- und Beratungsanfragen“.
Lediglich drei Anfragen kamen von Männern im wehrfähigen Alter. Das größte Interesse hätten „Bürger im Rentenalter“ gezeigt, hieß es. Dem Zentrum zufolge erwägt die „überwiegende Mehrheit“ der Antragsteller eine Rückkehr erst nach dem endgültigen Ende der Kampfhandlungen und der Stabilisierung der Sicherheitslage in der Ukraine. Das Beratungszentrum wurde als Anlaufstelle für die mehr als eine Million Menschen eingerichtet, die infolge des Ukraine-Krieges nach Deutschland geflohen sind. Dort können sie sich unter anderem Ausweisdokumente ausfertigen oder zu Bildungs- und Berufsfragen beraten lassen.
Der Ukraine-Krieg begann im Februar 2022. Kiew befindet sich seitdem mit westlicher Unterstützung im Krieg gegen Moskau.
Derweil halten die Bemühungen für ein Ende des Russland-Ukraine-Krieges an. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war am Dienstag vor neuen Gesprächen nach Berlin gekommen. Kurz vor der Ankunft kündigte der US-Sondergesandte Steve Witkoff eine neue Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA für kommenden Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi an.























