Österreich will Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan forcieren. Aus dem bisherigen Einzelfall müsse ein Regelfall werden, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). Die Alpenrepublik hatte 2025 als eines der ersten EU-Länder damit begonnen, Asylbewerber aus den beiden Ländern wieder zurückzuschicken. Karner wies darauf hin, dass es inzwischen auch aus Sicht der UN sichere Regionen in Syrien gebe.
Die Zahl der Erstanträge auf Asyl lag laut Innenminister 2025 bei 6.850. Wenn man die 4.000 Asylbewerber abziehe, die abgeschoben worden seien, gebe es noch ein Plus von knapp 3.000 Fällen. Diese Zahl sei noch zu hoch, sagte Karner. Ziel bleibe die Null bei der Migrationsbilanz.
Weniger Schlepper festgenommen
Ein Indiz für den Erfolg beim Kampf gegen die irreguläre Migration sei die deutlich zurückgehende Zahl der festgenommenen Schlepper. Sie habe 2022 und 2023 in Österreich jeweils rund 800 betragen, im vergangenen Jahr seien 115 Schlepper festgenommen worden, hieß es.
Ähnlich wie in Deutschland zählt die irreguläre Migration zu den innenpolitisch besonders relevanten Themen in Österreich. Deren Bekämpfung ist ein Feld, mit dem die rechte FPÖ laut Experten bei den Bürgern besonders punkten will.


















