Eine Woche nach dem spektakulären Kunstraub im Pariser Louvre hat es zwei Festnahmen gegeben. Das bestätigte die Pariser Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, nachdem zuvor französische Medien darüber berichtet hatten.
Die Festnahmen seien am Samstagabend vorgenommen worden. Einer der Männer war demnach im Begriff, das Land zu verlassen. Die Verdächtigen wurden in Untersuchungshaft genommen - wegen bandenmäßigen Diebstahls und krimineller Vereinigung.
Wie mehrere französische Medien berichteten, wurde einer der Täter am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle gestoppt. Ein weiterer wurde demnach im Großraum Paris festgenommen. Auf Nachfrage der dpa erklärte die Staatsanwaltschaft, man bedauere die vorschnelle Weitergabe von Informationen durch Dritte, die den Ermittlungen schadeten.
An dem Einbruch waren laut Polizei insgesamt vier Männer beteiligt. Sie waren am Sonntagmorgen vergangener Woche mit einem Lastenaufzug in die erste Etage des berühmten Museums eingedrungen und hatten mit einem Trennschleifer zwei Vitrinen geöffnet. Sie erbeuteten acht mit Diamanten und Edelsteinen verzierte Schmuckstücke der französischen Monarchie. Der Einbruch hatte sich eine halbe Stunde nach Museumsöffnung ereignet und keine zehn Minuten gedauert. Die Täter entkamen auf Motorrollern. Die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau schätzte den Schaden auf 88 Millionen Euro.
Der spektakuläre Fall hatte auch eine Debatte über die Sicherheitsvorkehrungen im Louvre ausgelöst. Der Louvre gilt als das meistbesuchte Museum der Welt. Dort ist auch Leonardo da Vincis weltberühmte Mona Lisa ausgestellt. Das Museum ist seit Mittwoch wieder fürs Publikum geöffnet - mit Ausnahme der Galerie d’Apollon, wo sich der Diebstahl ereignet hatte.















