Der Iran hat Angaben von US-Präsident Donald Trump über eine Einigung auf ein Abkommen zum Ende des Krieges zurückgewiesen. „Bislang ist der Iran zu keiner abschließenden Entscheidung über das Abkommen gelangt“, sagte am Freitag der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Bakaei. Bei der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hieß es zugleich, Trump habe in den vergangenen zwei Monaten bereits 38 Mal verkündet, dass eine Einigung ganz nahe sei.
„Solange der Iran keine mögliche Einigung verkündet, sollten alle Angaben von Trump zu diesem Thema genauso betrachtet werden wie seine bisherigen Äußerungen“, hieß es bei Tasnim weiter.
Trump hatte zuvor verkündet, dass mit Teheran eine „großartige Vereinbarung“ für ein Ende des Iran-Krieges erzielt worden sei. Diese sei das Ergebnis von Gesprächen mit „der höchsten Ebene der iranischen Führung“. Zeit und Ort der Unterzeichnung des Abkommens würden „in Kürze bekanntgegeben“, kündigte der US-Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social an.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Seit dem 8. April gilt in dem Krieg offiziell eine Waffenruhe, die aber fragil ist. Diplomatische Bemühungen zur dauerhaften Beilegung der Kämpfe führten bisher zu keiner Einigung.
Die Straße von Hormus spielt dabei eine entscheidende Rolle: Durch die Meerenge wird normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten gehandelten Erdöls und Flüssigerdgas (LNG) transportiert wird. Nach den neuen gegenseitigen Angriffen in der Nacht zum Donnerstag und der Erklärung des Irans zur Straße von Hormus stiegen die Ölpreise erneut.
























