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Einspruch von Epstein-Vertrauter gegen Urteil abgelehnt
Ein Einspruch von Ghislaine Maxwell zu ihrer Haftstrafe scheitert. Ein Bundesrichter weist ihre Vorwürfe als „unbegründet“ ab.
Einspruch von Epstein-Vertrauter gegen Urteil abgelehnt
HANDOUT - 28.06.2022, USA, New York: Ghislaine Maxwell war eine Vertraute des Sexualstraftäters Epstein. Foto: US Attorney Office/ZUMA Press Wire/dpa

Ghislaine Maxwell, die langjährige Vertraute des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, muss ihre Gefängnisstrafe weiter absitzen. Ein Versuch, das Urteil gegen die 64-Jährige anzufechten, ist von einem US-Richter abgelehnt worden. 

Maxwell hatte zuvor die Aufhebung ihrer Verurteilung und ihres Strafmaßes beantragt. Laut Gerichtsdokumenten wollte sie geltend machen, dass ihre „verfassungsmäßigen Rechte während des Verfahrens und bei der Strafzumessung in mehrfacher Hinsicht verletzt“ worden seien. 

In der Begründung von Richter Paul Engelmayer heißt es, Maxwells Behauptungen seien „allesamt unbegründet und alle oder fast alle unseriös“. Die angeblichen Beweise, auf die Maxwell verweist, seien „weitgehend irrelevant und stützen ihre Behauptungen bezüglich Rechtsfehlern nicht“. 

Maxwell war im Jahr 2022 zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Derzeit verbüßt sie ihre Strafe in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Texas. 

Laut Urteil hatte Maxwell eine zentrale Rolle beim Aufbau eines Rings zum sexuellen Missbrauch von Mädchen gespielt. Sie soll Epstein Mädchen und junge Frauen zugeführt haben.

Bereits 2025 hatte der Oberste Gerichtshof in den USA einen Antrag von Maxwell abgelehnt. Ihre Anwälte wollten damals gerichtlich festgestellt sehen, dass Maxwell nie hätte verurteilt werden dürfen.

Missbrauch über Jahre

Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Unter seinen Klienten sollen viele einflussreiche Menschen gewesen sein.

Vor fast 20 Jahren landete der Fall vor Gericht. Epstein bekannte sich zu bestimmten Vorwürfen schuldig. Jahre später wurde der Fall nochmals aufgerollt und der Multimillionär erneut festgenommen. Noch bevor ein mögliches weiteres Urteil gefällt werden konnte, starb der Finanzier 2019 mit 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen